Bei einem Festakt in der Münchener Residenz hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber elf herausragende Projekte mit dem Staatspreis „Land.Dorf.Zukunft“ 2026 ausgezeichnet. Unter den Preisträgern ist auch die Gemeinde Etzelwang, die in der Kategorie „Umfassende Leistungen“ für ihre Dorferneuerung geehrt wurde. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.
Laut einer Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus liegt Etzelwang inmitten eines Landschaftsschutzgebiets "und hat sich trotz der Nähe zur Metropolregion Nürnberg seinen ländlichen Charakter bewahrt". Die Gemeinde setze auf Innenentwicklung statt Wachstum am Ortsrand. Mit Mut, Kreativität und beeindruckender Eigenleistung der Dorfgemeinschaft seien neue Perspektiven aus dem Bestand heraus entwickelt worden.
Im Herzen des Ortes sei ein lebendiges Zentrum mit einem naturnah gestalteten Wasserspielplatz, vielfältigen Aufenthaltsbereichen, Grünflächen, Obstbäumen und einem liebevoll gestalteten Dorfplatz entstanden. "Diese Maßnahmen schaffen Raum für Begegnung und verbinden Lebensqualität, Natur und Gemeinschaft auf vorbildliche Weise", heißt es in der Mitteilung weiter. Ein herausragendes Beispiel für den Umgang mit bestehender Bausubstanz ist demnach der denkmalgeschützte Gemeindestadel von 1825. Mit großem Engagement der Bürger sei er zu einem modernen Begegnungszentrum umgebaut worden. Der „Gmoistodl“ vereine heute Tradition und zeitgemäße Nutzung, beherberge die Feuerwehr und diene als Ort des Miteinanders.
Mit dem barrierefreien Festplatz und dem neuen Feststadel sei ein weiterer zentraler Treffpunkt geschaffen worden. Nachhaltig geplant, mit Versickerungsflächen und durchdachter Begrünung, verbinde er Funktionalität mit ökologischer Verantwortung. Gleichzeitig sei brachliegendes Potenzial im Ortskern aktiviert worden. Etzelwang zeigeeindrucksvoll, wie aus begrenzten Möglichkeiten echte Zukunftsperspektiven entstehen können. Grundlage dafür war laut Mitteilung ein umfassendes Dorferneuerungskonzept, das konsequent umgesetzt worden sei. "Heute ist der Ort nicht nur lebenswerter, sondern auch widerstandsfähiger und gemeinschaftlich stärker aufgestellt", teilt das Ministerium weiter mit.
Mit der geplanten Umnutzung des Schulhauses zu einem Mehrgenerationenwohnen gestalte Etzelwang seine Zukunft aktiv und gemeinschaftlich. Die Gemeinde sei damit ein leuchtendes Beispiel für eine resiliente Dorferneuerung: innovativ, gemeinschaftlich und identitätsstiftend.













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