20.09.2020 - 21:09 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Energiepark in Sandgrube

Ein Energiepark soll im Flurgebiet "Vogelherd" entstehen. Die Präsentation der Betreiber in der Sitzung des Gemeinderates im Katholischen Pfarrheim ist überzeugend.

Auf dieser ehemaligen Sand- und Kiesgrube soll der neue Energiepark entstehen.
von Redaktion ONETZProfil

Maximilian Burger von der Betreibergesellschaft stellte das Vorhaben "Energiepark am Vogelherd GmbH & Co. KG" inklusive Errichtung und Betrieb einer Photovoltaikanlage in einer kurzen Präsentation vor. Das 2,8 Hektar große Gelände, ein schon begradigtes Sand- und Kiesabbaugebiet, liegt an der Staatsstraße 2238 in etwa 200 Meter Entfernung vom SV-Sportgelände Richtung Weiden.

Es handelt sich dabei um eine vom Landschaftsbild her prädestinierte Fläche, da die Sichtachsen durch die vorhandene Höhenlage und Bewaldung sowie dem Straßenverlauf weitgehend abgedeckt sind. Weitere naturrechtliche Belange werden durch das durch intensiven Sandabbau vorbelastete Areal nicht berührt.

Nach Abschluss ihrer ersten Nutzung, bei der sie ausgekiest wurde, bietet sich als Nachfolgenutzung eine PV-Anlage an, die in solchen Gebieten bevorzugt gefördert wird, weil sowohl der Bayerische Ministerrat als auch der Landesentwicklungsplan die verstärkte Erschließung erneuerbarer Energien fordern.

Beim Bau werden Bodenveränderungen den Angaben nach so gering wie möglich gehalten. Die Oberflächenoberkante der Module liegt bei 80 Zentimeter über dem Boden bis 2,70 Meter an der höchsten Stelle. Die fertige Anlage soll eine Energieleistung von etwa 2,5 Megawatt Peak erbringen, kann mit 2,9 Millionen Kilowattstunden pro Jahr den elektrischen Versorgungsbedarf von 750 Haushalten decken und hat eine jährliche CO2-Einsparung von rund 2 400 Tonnen. Der Gemeinde entstehen keine Kosten der Planungsphase.

Das Gewerbesteueraufkommen verbleibt laut Burger zu 100 Prozent in der Standortgemeinde, die Sitz der Projektgesellschaft sein wird. Hiesige Firmen können zur Elektrowartung oder Landschaftspflege eingebunden werden. An Ausgleichsmaßnahmen sind neben Heckenbepflanzung und Begrünung auch eine Schafbeweidung und das Aufstellen von Bienenkästen möglich. Ein eventuell erforderlicher späterer Rückbau wird durch Bankbürgschaften gesichert.

Eine Bürgerbeteiligung ist - auf Anfrage von Elisabeth Waldeck - mit einer zu gründenden Energiegenossenschaft der Gemeinde möglich. Mit 10:0 wurde der Antrag zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit gleichzeitiger Änderung des Flächennutzungsplanes im Parallelverfahren genehmigt.

Ausschuss gebildet

Der vorberatende Ausschuss für Klimaschutz und Energiewende wird neben dem Vorsitzenden durch die Gemeinderatsmitglieder Andreas Schiesl (CSU), Wolfgang Würschinger (CSU), Monika Waldeck (SPD), Elisabeth Waldeck (UPW) und Gabriela Bäumler (UPW) besetzt (11:0).

Neuer Konzessionsvertrag

Da der bisherige Vertrag am 31. August 2023 endet, nehmen die Räte vom vorliegenden Vertragsentwurf mit dem bisherigen Partner Bayernwerk Netz GmbH, der als einzige Interesse bekundete, Kenntnis. Der Bürgermeister wird ermächtigt, den auf 20 Jahre Dauer angelegten Vertrag abzuschließen (11:0).

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.