10.11.2019 - 11:02 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Frischer Blick aus neuer Perspektive

Die 34-jährige Projektmanagerin Monika Waldeck fordert Bürgermeister Martin Schregelmann heraus mit dem Ziel, Nachfolgerin Herbert Dorners zu werden. Der SPD-Ortsverein nominiert die junge Mutter mit 100 Prozent der Stimmen.

Die Gemeinderatskandidaten der SPD Etzenricht mit ihrer Bürgermeisterkandidatin Monika Waldeck (sitzend, mit Blumenstrauß).
von Gabi EichlProfil

„Es ist Zeit für die erste Bürgermeisterin in Etzenricht“, zeigt sich der Vorsitzende und Fraktionschef Rudolf Teichmann überzeugt. Und es ist ja nicht so, dass die SPD nicht auch schon die Gemeinde regiert hätte. 18 Jahre lang saß der SPD-Mann Herbert Dorner auf dem Bürgermeisterstuhl. Teichmann meint denn auch: „Wir spielen nicht auf Platz, wir wollen gewinnen.“

Teichmann zählt auf, was der SPD-Fraktion seinen Worten zufolge in der zu Ende gehenden Legislaturperiode gelungen sei. Zusammen mit der UPW habe man den Dorfplatz vorangebracht („gegen die Stimmen der CSU“). Die Sanierung der Schule sei dank der SPD-Räte nicht nur eine bloße Flickschusterei geworden. Die Kinderbetreuung im Schulhaus habe man vorangetrieben, den Fußgängerweg vom Hradschin aus beantragt und durchgesetzt. In Sachen Güterverladezentrum in Weiherhammer habe man die Kollegen im Gemeinderat überzeugen können; inzwischen seien die Pläne vom Tisch.

Teichmann sagt, er sei sehr stolz auf eine Gemeinderatsliste, die den ganzen Ort repräsentiere, und das bei einem Frauenanteil von nicht ganz 50 Prozent und dem exakt eingehaltenen Reißverschluss, den die SPD ihren Ortsvereinen vorschreibt. Die Liste des bald 100 Jahre alten SPD-Ortsvereins sei „ein hervorragendes Angebot an unsere Bürger“. Ziel sei in erster Linie, eine absolute Mehrheit im Gemeinderat zu verhindern, denn die 12 Jahre CSU-Mehrheit seien „eine schlimme Zeit“ gewesen.

Die Bürgermeisterkandidatin Monika Waldeck (#monikanns)- „Moni“, wie sie von Freunden genannt wird - gibt das Motto aus: „Zukunft im Blick - Erfahrung im Team“. Sie wird gleichzeitig einstimmig als Kreistagskandidatin nominiert. Die gebürtige Polin, die vor genau 30 Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland kam, fühlt sich eigenem Bekunden nach als „Vollblut-Etzenrichterin“. Sie sagt: „Wer mich gut kennt, sagt: ,Wow, das ist genau das Richtige für sie'.“ Als Kind habe sie Sängerin oder Schauspielerin werden wollen, während der Vater in ihr schon früh die Politikerin gesehen habe. Sängerin sei sie heute im Kirchenchor, Schauspielerin im örtlichen Laientheater. Aus dem vom Vater gewünschten Jura-Studium sei ein Master in Technologie- und Innovationsmanagement geworden. Nach einem Zwischenstopp in Berlin als Vertriebsleiterin bei einem Start Up sei sie seit 2015 „endlich wieder zurück in Etzenricht“. Waldeck verspricht einen „frischen Blick aus neuer Perspektive“. Denselben bescheinigen ihr der Weidener SPD-Fraktionsvorsitzende Roland Richter und der Neustädter SPD-Bürgermeisterkandidat Sebastian Dippold.

Die Gemeinderatskandidaten der SPD:

1. Monika Waldeck; 2. Rudolf Teichmann; 3. Elke Waldeck; 4. Willy Koegst; 5. Martina Neumeier; 6. Franz Cermak; 7. Karolina Hammer; 8. Ralf Teichmann; 9. Tina Braun; 10. Jens Hammer; 11. Manuela Smola; 12. Michael Lorenz; 13. Maria Hartwig; 14. Helmut Herrmann; 15. Linde Hammer; 16. Thomas Prölß; 17. Sonja Ullamann; 18. Walter Voß; 19. Lydia Thiel; 20. Johannes Rösch; 21. Anja Heiß; 22. Stefan Mücke; 23. Peter Heibl; 24. Tobias Mattes. Ersatzkandidaten sind: 1. Ingrun Alwardt; 2. Martin Hammer; 3. Georg Richtmann; 4. Jürgen Orlik.

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