27.10.2019 - 13:11 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Letzter Rettungsversuch für KAB scheitert

Für die Etzenrichter KAB findet sich auch in der zweiten, eigens angesetzten Versammlung kein Vorstand. Die Auflösung des Ortsverbands ist beschlossene Sache.

Wehmütigkeit, aber auch Erleichterung herrscht bei allen Beteiligten an dem langen Prozess. Pfarrer Heribert Englhard (Zweiter von links) fällt es schwer, dass der KAB-Ortsverband aufgelöst werden muss. Der letzte Vorstand hat den schweren Schritt lange überlegt und die Jahreshauptversammlung über viele Jahre hinausgeschoben. Zukunftslos müssen sie aufgeben. Von rechts: Anna Schiesl, Ida Ott, Erwin Wällisch, Mathilde Schmidt und Hans Windisch.
von Autor WLRProfil

Ein erneuter Versuch einen Vorstand, beziehungsweise ein Leitungsteam zu finden, scheiterte. Da half es auch nichts, dass die KAB-Kreisvorsitzenden Georg Schreglmann und Petra Dötsch zur Verstärkung ihren Diözesansekretär Markus Nickl mit dabei hatten. Der versuchte natürlich noch einmal, nach alle Regeln der Kunst, das Angebot und die Spannbreite anzupreisen und die Botschaft der KAB zu verdeutlichen, um in der Versammlung dem Vorhaben der Auflösung des Vereins noch einmal entgegenzuwirken.

Nach einer langen Diskussion, in der Argumente ausgetauscht wurden und die Kreisvorsitzenden letztendlich davon überzeugt wurden, dass im Ortsverband die Altersstruktur keinen Vorstand mehr hervorbringt und es an jungen Mitgliedern fehle, blieb nichts anderes mehr übrig, als die wenigen anwesenden Mitglieder über die Auflösung abstimmen zu lassen.

Josef Weidensteiner beantragte als Mitglied, einen Betrag von 2500 Euro aus dem Guthaben des Ortsverbandes an die katholische Kirchenstiftung zu spenden, was einstimmig beschlossen wurde. Der Restbetrag des Vereinsvermögens geht an gemeinnützige Einrichtungen, die vom KAB-Verband unterstützt werden.

Der Ortsverband ist aufgelöst und die Kasse kann nun in aller Ruhe von Erwin Wällisch abgerechnet werden. Die Mitglieder dürfen sich nun entscheiden, ob sie zum Ortsverband Weiherhammer oder St. Johann gehören wollen. Um dies zu klären, werden alle Etzenrichter Mitglieder angeschrieben, um dann ihre Entscheidung kundzutun.

Pfarrer Heribert Englhard war traurig über die Auflösung. Er habe alles getan, habe viele Gespräche geführt, aber es sei nun leider nicht mehr zu ändern. Auch Bürgermeister Martin Schregelmann tat es leid, dass erneut ein Verein im Dorf aufgelöst werden musste. Er dankte, genauso wie der Pfarrer, dem letzten Vorstand für sein Durchhaltevermögen und allen, die sich über die vielen Jahre für die KAB engagiert haben.

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