"Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie", schrieb der US-amerikanische Schriftsteller James Daniel. Diese Reise können seit letztem Dienstag die Einwohner der Gemeinde problemlos unternehmen. Was es nämlich seit mehr als zehn Jahren in Städten und manchen kleineren Orten gibt, ist nun auch auf dem Dorfplatz möglich: Eine ausrangierte Telefonzelle wurde nun nach etwas längerer Vorbereitungszeit zu einer Mini-Straßenbibliothek umgeformt.Viele leisteten dazu ihren Beitrag. Sie wurde von Kurt Waldeck, Ehemann der Gemeinderätin Elke Waldeck, gespendet. Die Beschilderung und grafische Gestaltung stammt vom Designer Florian Schregelmann, Sohn des Bürgermeisters. Die Bauhofmitarbeiter bauten die Buchtelefonzelle um, montierten Regale und brachten eine Lampe an. Eine erste Grundausstattung wurde vom Edeka-Markt Götz unterstützt, so dass etliche Kinderbücher vorhanden sind, aber auch weitere Bücher und CDs wurden schon von der Bevölkerung eingestellt.
Der "Etzenrichter Bücherwurm" lädt ein, in Selbstbedienung Bücher auszusuchen, mitzunehmen, zu lesen und - falls sie weiterhin in gutem Zustand und nicht zerlesen sind - zurückzugeben, auch das eine oder andere zu behalten und dafür einen eigenen Schmöker vorbeizubringen oder selbst gut erhaltene zu spenden. Alles erfolgt kostenlos, anonym und ohne jegliche Formalität. Die Bücher aller Art und für alle Altersstufen sind hier wettergeschützt, für alle zugänglich und können zu jeder Tag- und Nachtzeit genommen, gegeben oder getauscht werden. Bürgermeister Martin Schregelmann freut sich darüber, dass jetzt das Projekt verwirklicht werden konnte. Er hofft, dass dieses Angebot gerne angenommen wird und dass die literarischen Werke und die gesamte Straßenbibliothek unversehrt bleiben, um möglichst vielen Menschen ein Lesevergnügen bereiten zu können. An der Bücherzelle selbst gilt es, die Abstandsmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie zu beachten.













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