06.09.2019 - 16:24 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Neubau der Haidenaab-Brücke zu teuer

Dass die Haidenaab-Brücke erhebliche Mängel hat, ist spätestens seit 2015 klar. Ein Neubau ist notwendig. Doch das ist zu teuer. Deshalb muss eine Zwischenlösung her.

Die Haidenaabbrücke wurde 1956 erbaut. Eine Erneuerung ist zu teuer, deshalb wird sie teilsaniert.
von fsbProfil

Wegen der durch das Ingenieurbüro K+U veranschlagten hohen Baukosten von etwa 2,5 Millionen Euro ist eine schnelle Umsetzung der Maßnahme in den nächsten Jahren nicht zu bewerkstelligen. Das diskutierten die Mitglieder des Gemeinderates Etzenricht.

Um zumindest den jetzigen Zustand der Brücke zu erhalten, ist jedoch eine Teilsanierung dringend notwendig. Daher soll an der oberstromigen Gehsteigkappe eine Betonsanierung und an den Stahlbetonteilen eine dringend erforderliche Erneuerung des Korrosionsschutzes erfolgen. Eine Markterkundung durch das Technische Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft ergab, dass für die Sanierungsmaßnahme nur die Firma Gietl aus Rötz infrage kommt, da alle anderen angefragten Firmen ebenfalls diese als Subunternehmer einsetzen und daher höhere Einheitspreise zu erwarten sind. So wurde einstimmig dieser Firma der Auftrag zur Angebotssumme von 48 505,23 Euro erteilt. Desweiteren diskutierte der Gemeinderat folgende Themen:

  • Der Gemeinde erhielt von Weiherhammer Unterlagen zum Bebauungsplan "Weberschlag". Ein glasverarbeitender Betrieb und ein Logistikunternehmen wollen auf die Restfläche des Industriegebiets. Dabei ist aus Platzgründen die Errichtung eines Container-Bahnhofs und eines Güterverkehrszentrums nicht mehr möglich. Ein Gleisanschluss ist für die geplanten Betriebsansiedlungen nicht mehr erforderlich. Die für die Gemeinde Etzenricht besonders wichtigen Festsetzungen der Lärmwerte an der südöstlichen Grenze des Bebauungsplanes werden nicht verändert. Zusätzlich wurde gefordert, dass ein Nachweis zur Einhaltung der Immissionswerte im östlich gelegenen Allgemeinen Wohngebiet "Am Wassergraben" und "Radschin" unter Berücksichtigung der Vorbelastung durch das Industriegebiet "Etzenrichter Wald" erforderlich ist. Dem Vorschlag der Verwaltung, bei Übernahme dieser Forderungen keine Einwendungen gegen das Planungsvorhaben zu erheben, stand Gemeinderat Rudolf Teichmann skeptisch gegenüber. Da Weiherhammer das Thema erst am 17. September bespreche, wolle er etwas so Unklarem nicht zustimmen. Schließlich einigte sich das Gremium, diesen Punkt der Tagesordnung auf eine zusätzliche Sitzung Ende September zu verschieben.
  • Für den Umbau eines Klassenzimmers zu einer Mittagsbetreuungseinrichtung der Offenen Ganztagsschule waren für den Einbau der Küche verschiedene Elektro- und Sanitärarbeiten erforderlich. Der Auftrag für die Elektroarbeiten wurde der Firma Steiner Elektro GmbH zum Angebotspreis von 8 153,87 Euro erteilt, jener für die Sanitärarbeiten der Firma WP-Haustechnik zum Preis von 1 633,49 Euro.
  • Für die Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde der dritte Bürgermeister Reinhard Kleber als Gemeindewahlleiter bestimmt.
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