Das Feuerwehrhaus der Gemeinde Etzenricht ist in einem denkbar schlechten Zustand. Dieser ist sogar von außen ersichtlich – durch Risse. Ein Ingenieurbüro hat sich mit dem Gebäude beschäftigt. Fazit der Experten: Eine Sanierung wäre extrem teuer – und damit wäre das Problem der nötigen Erweiterung noch nicht gelöst. Also bräuchte es einen Neubau. Aber wo? Ein für möglich gehaltenes Areal an der Sperlhammerstraße bei der Einfahrt in die Staatsstraße betrachtet die Feuerwehrführung des Landkreises als verkehrstechnisch zu unsicher.
Also musste die Suche neu gestartet werden – und Bürgermeister Martin Schregelmann ist fündig geworden. In der jüngsten Gemeinderatssitzung teilte er mit, dass die Grundstückfrage dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses nicht mehr im Wege stehe. Die Gemeinde habe ein Areal mit 2500 Quadratmetern gekauft. Es liegt laut Schregelmann an der Ortsstraße, wenn man Richtung Naabbrücke fährt, rechts nach der Manteler Straße. Auch das Landratsamt und die Feuerwehrführung des Landkreises hätten es für gut befunden. "Wir schaffen Fakten", kündigte Bürgermeister Schregelmann an: Damit bei diesem Thema keine Zeit mehr verloren wird, soll in der nächsten Sitzung ein Architekten mit der Neubau-Planung beauftragt werden.
Rückmeldungen zum Speicher
Über eine Stunde beschäftigte den Gemeinderat die Bauleitplanung für einen "Energiespeicher Etzenricht III". Von der Betreiberfirma "Enerpeak" waren Alexander Brinkschulte sowie die beiden Planer Patrik Chran und Amelie Geiger (Büro GLU Jena) sowie der Bauamtsleiter der VG-Weiherhammer, Michael Klein, in der Sitzung. Sie erläuterten dem Gemeinderat die Planung. Für dieses Projekt an der Bahnlinie und Gemeindegrenze zur Stadt Weiden hat der Rat im November 2025 die Vorentwürfe für eine Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines Bebauungsplanes genehmigt. Nach der öffentlichen Auslegung und Beteiligung der Behörden standen nun die dabei eingegangenen Stellungsnahmen, Einwände und Anregungen und deren Abwägung auf der Tagesordnung.
Die Regierung der Oberpfalz betrachtet das Vorhaben als "vereinbar" mit den Zielen und Grundsätzen der Raumordnung und Landesplanung. Selbst die Untere Naturschutzbehörde hat, vorausgesetzt der Ergebnisse einer noch ausstehenden artenschutzrechtlichen Prüfung, keine grundsätzlichen Bedenken. Aufmerksamkeit widmet sie aber zwei vorkommenden Feldlerchenpärchen. Die Planer haben hierzu in den Bebauungsplan aufgenommen, dass zwei sogenannte Feldlerchenfenster eingerichtet werden. Eines auf zwei Teilflächen innerhalb und das zweite außerhalb des Geltungsbereiches. Mit dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss gehen beide Werke nun in die zweite Auslegung. Einwendungen von privater Seite waren nicht eingegangen.
Geplant: Ein Jugendgremium
Noch ein Beschluss fiel einstimmig: 500 Euro gehen als Zuschuss an das Kreisjugendamt für das "Fifty-Fifty-Taxi". Für den Schulverband Etzenricht/Kohlberg gilt es Verbandsräte zu bestellen. Neben dem Bürgermeister der beiden Gemeinden sind das jeweils noch ein zusätzlicher Verbandsrat. Der Gemeinderat Etzenricht bestimmte dazu Ralf Teichmann (SPD).
Etzenricht hat mit Magdalena Zwack eine sehr aktive Jugendbeauftragte. Ihr will der Gemeinderat nun ein sogenanntes Jugendgremium an die Seite stellten. Meinungen im Gemeinderat darüber, dass man dann den Jugendlichen zur Orientierung wohl eine Art Satzung an die Hand geben müsse, erteilte Gabriela Bäumler (FW) eine Absage: Man enge damit die freie Entfaltung und Kreativität der Jugendlichen ein. Der Gemeinderat einigte sich darauf, dass die Verwaltung alle infrage kommenden Jugendlichen – laut Bäumler 220 – zu einem Treffen einlädt, bei dem die weiteren Schritte festgelegt werden.
Am Ende der Sitzung berichtete Elke Waldeck (SPD), dass sie von zwei besorgten Landwirten angesprochen worden sei: Diese hätten Bedenken, dass die beim anstehenden Bau von Batteriespeichern benutzten Feldwege anschließend nicht mehr entsprechend hergerichtet werden. Dazu sagte Bürgermeister Schregelmann, dass es sich hierbei um Privatwege handle, für die die Flurbereinigung zuständig sei. Diese werde aber sicher mit den Betreibern entsprechende Vereinbarungen schließen. In diese werde er aber als Bürgermeister nicht einbezogen.















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