20.11.2019 - 16:41 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Wahlziel: Keine absolute Mehrheit

Im Juni schon als Bürgermeisterkandidatin der Unparteiischen Wähler nominiert steht Lissy Waldeck nun auch ein 24-köpfiges Team für den Kommunalwahlkampf zur Seite. Hauptziel der UPW ist, dass es keine absolute Mehrheit im Gemeinderat gibt.

Die Gemeinderatskandidaten der Unparteiischen Wähler (UPW) mit ihrer Bürgermeisterkandidatin Lissy Waldeck (Vierte von rechts), die die Liste anführt.
von Gabi EichlProfil

Die derzeitigen Verhältnisse im Gemeinderat – keine Fraktion hat eine absolute Mehrheit – sind den Worten des Vorsitzenden Hans Beutner zufolge die beste Grundlage für eine erfolgreiche Politik für den Ort. Denn: „Parteipolitik hat in der Ortschaft nichts zu suchen.“ In der zu Ende gehenden Legislaturperiode sei parteiübergreifend immer offen und ehrlich gearbeitet worden. „Bei uns gibt es keine Wirtshauspolitik“, sagt Beutner in der Nominierungsversammlung im Gasthaus Hermann. Und weiter: „Wenn das so bleibt, dann haben wir sechs Jahre vor uns, in denen wir Etzenricht weiter nach vorn bringen werden.“ Als ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat verweist Beutner auf den seit Jahren gemeinsam gefeierten Faschingsball aller drei Fraktionen; dieser Schwarz-Rot-Gold-Ball werde selbstverständlich auch im Wahlkampfjahr stattfinden.

Der UPW-Vorsitzende betont, man wolle sich an diesem Abend nicht vollbrachter Taten rühmen „wie andere“, denn man wisse, was man könne, wie verwurzelt man im Ort sei. Eine Sache wolle er jedoch klarstellen: Die Idee zum Dorfplatz stamme von der UPW, „von niemand sonst“. 2008 habe man die Idee erstmals vorgebracht, sei damals jedoch von der CSU-Mehrheit „niedergestimmt“ worden. 2014 habe man einen erneuten Versuch unternommen und bei der SPD um die Idee geworben. Diese sei damals mit ins Boot gestiegen und zusammen mit den SPD-Räten und der CSU-Frau Julia Wallinger habe man die Idee Dorfplatz schließlich gegen die Stimmen der CSU durchgesetzt. Inzwischen habe auch die CSU erkannt, wie gut die Idee gewesen sei.

Die Bürgermeisterkandidatin Lissy Waldeck nutzt die Nominierungsversammlung für eine kurze Vorstellung ihres Wahlprogramms. Dieses ist vor allem von einem Schlagwort dominiert: Nachhaltigkeit - von Waldeck eigenem Bekunden nach verstanden in dem umfassenden Sinn, wie die Vereinten Nationen den Begriff schon in den achtziger Jahren für ökonomische, ökologische und soziale Aspekte verwendet haben. Die 32-jährige Agraringenieurin spricht von einem Nachhaltigkeitskonzept, das weit über die kommende Amtszeit des Gemeinderates hinausreichen und unter anderem Themen wie Energieversorgung, Innenentwicklung einschließlich eines Leerstands-Managements, Wasserversorgung und kommunale Biodiversitätsmaßnahmen enthalten solle.

Die Kandidaten, darunter elf Frauen und Männer, die jünger als 35 Jahre sind, werden von den 30 Wahlberechtigten einstimmig nominiert, nur bei der Wahl der Ersatzkandidaten gibt es eine Gegenstimme.

Die UPW-Kandidaten:

Die Gemeinderatskandidaten der Unparteiischen Wähler (UPW): 1. Elisabeth Waldeck, 32, Dipl.-Agraringenieurin; 2. Hans Beutner, 59, Landwirt, Gärtner; 3. Ulrich Danzer, 57, Servicetechniker; 4. Gabriela Bäumler, 59, Schulleiterin; 5. Hubert Greiner, 55, Gemeindearbeiter; 6. Mathias Beutner, 28, Landwirtschaftsreferendar; 7. Maximilian Rösch, 24, Student Maschinenbau; 8. Anita Feneis, 36, Fachlehrerin; 9. Gerhard Scharl, 52, Landwirt, Künstler, Lehrer; 10. Christian Beßenreuther, 35, SAP-Berater; 11. Silke Greitzke, 46, Betreuungsassistentin; 12. Martin Auschner, 52, Betriebswirt, Einkaufsleiter; 13. Sandro Augustin, 31, Dipl.-Musiklehrer, Musiker; 14. Andreas Bergler, 31, IT-Business-Architekt; 15. Willi Weiß, 61, Obsolescence-Manager; 16. Jessica Greitzke, 21, medizinische Fachangestellte; 17. Felix Herrmann, 27, Elektrotechniker; 18. Denise Lindner, 27, Steuerfachangestellte; 19. Michael Böhm, 55, Kfz-Mechaniker; 20. Bianca Wager, 28, Heilerziehungspflegerin; 21. Tobias Paulus, 42, Operator; 22. Stefan Brandl, 40, Abfertigungsleiter; 23. Michael Schmid, 27, Student; 24. Uwe Bergler, 51, Schreiner, Hausmeister. Ersatzkandidaten sind: 25. Thomas Beutner; 26. Gertraud Klinger.

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