Nur zwölf Tage nach dem Tod seiner Ehefrau verstarb Franz Schnupfhagn im Alter von 91 Jahren. In Liebe mag er nun vereint sein mit seiner Ehefrau Maria, sagte Pfarrer Udo Klösel beim Requiem in der Ortskirche. Geboren wurde Franz Schnupfhagn am 14. November 1930 in Etzgersrieth.
Arbeitsreich und sparsam war seine Kinder- und Jugendzeit auf dem landwirtschaftlichen Anwesen der Eltern. In der „Winterschule“ in Vohenstrauß machte er 1950/51 die Ausbildung zum Landwirt. Später arbeitete er im Sägewerk Balk in Kleinschwand und danach bis zu seiner Rente bei der Glasfabrik Taube in Vohenstrauß. Im Nebenerwerb bewirtschaftete er dazu mit großer Leidenschaft seinen landwirtschaftlichen Betrieb, den er übernommen hatte. Seine Ehefrau, die er 1961 geheiratet hatte, unterstützt ihn dabei. Sie hatten zusammen die Schulbank gedrückt. Seit ihrer Jugendzeit spielten sie auf der Dorfbühne in Etzgersrieth miteinander Theater. Dem Paar wurden die Kinder Rosa, Thekla, Sieglinde, Claudia und Andreas geboren. Große Freude bereiteten ihm die zehn Enkel und die vier Urenkel.
Die Kirche und der christliche Glaube waren dem Verstorbenen sehr wichtig, aber auch die Geselligkeit und der Gesang, und vor allem seine Großfamilie. Im Jahr 2001 hatte er sein landwirtschaftliches Anwesen an den Sohn Andreas übergeben. Bis vor wenigen Monaten ging er aber noch seiner großen Leidenschaft, der Waldarbeit nach. Der Tod seiner Frau an ihrem 61. Hochzeitstag ging ihm sehr nahe. Am 18. Juni gab verstarb auch Franz Schnupfhagn überraschend.
Musikalisch wurde das Requiem vom Kirchenchor Etzgersrieth unter der Leitung von Hans Uschold, Sängerin Wilma Wallner und an der Orgel Markus Mathy mit gestaltet. Abschied nahm auch die Feuerwehr Etzgersrieth von Franz Schnupfhagn durch Vorsitzenden Matthias Balk. 72 Jahre lang war „da Balersen Franz“ Mitglied im Verein. Musikalisch wurde die Trauerfeier am Friedhof durch die Blaskapelle Bayrisch Blech begleitet.












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