Der Faschingsverein Etzgersrieth ließ am Samstag eine alte Dorftradition aufleben: Die Mitglieder trafen sich am Schulhaus zum „Fosnacht as'ackern“ (Fasching ausackern). Dabei hatten sie am Oldtimer-Traktor einen alten Holzpflug angespannt und sich auch wie zu Großmutters und Großvaters Zeiten angezogen. Hinter dem Pflüger wurden Sägespäne gestreut, was die Aussaat von Getreide in die Ackerfurche symbolisieren soll. Damit die Narrensaat gut aufgeht, wurde sie breit ausgestreut und mit den Holzrechen eingearbeitet. Für die musikalische Begleitung sorgte Vereinspräsident Felix Ach auf seiner „Quetschn“ mit Faschingsliedern. Die Truppe zog mit "Helau"-Rufen durch das Dorf. Die meiste Arbeit hatte dabei Michael Steinhilber, der am Pflug stand. Auf dem Weg durch Etzgersrieth hatten einige Anwohner Haltestationen mit frischen Kücheln und „flüssiger Nahrung“ eingerichtet.
Gerechnet auf die gesamte Strecke kamen da schon einige Stamperl Schnaps zusammen. Durch das Ausackern sollen zu Beginn des Frühjahres die schädlichen Geister von Feld und Flur gebannt und verscheucht werden. Nach dem „Asackern“ trafen sich alle wieder im Gasthaus Ach zum Feiern und zum gemütlichen Beisammensein. Der Faschingsverein lädt die Bevölkerung zum Kehraus am Faschingsdienstag um 19 Uhr ins Gasthaus Ach ein. Dabei geht es besonders lustig zu, denn es wird „As`gsunga und As`spült“, das heißt, es werden über das Dorfgeschehen 2018“ heitere Sketche gesungen und gespielt. Für musikalische Unterhaltung sorgen die „Höidlbrummer“.













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