Abschied genommen wurde beim Requiem in der Kirche St. Georg in Etzgersrieth von Barbara Bodensteiner aus Rückersrieth. "Wir sind voller Trauer um die Ehefrau und Mutter, um die Schwester und Schwägerin, um die 'Wirts-Betty', die wir kannten und schätzten", sagte Pfarrer Udo Klösel. So bleibe in unserem Schmerz die Zusage unseres Glaubens: „Gott wird alle Tränen abwischen.“
Klösel blickte auf das Leben von Barbara Bodensteiner zurück. Das Licht der Welt erblickte sie am 4. Dezember 1953 in Etzgersrieth als jüngste von drei Schwestern der Eheleute Johann und Margarete Balk. In Etzgersrieth besuchte sie die Volksschule, und nachdem sie ein Jahr bei der Hosenfabrik Hölzl in Vohenstrauß gearbeitet hatte, begann sie die Ausbildung zur Apothekenhelferin in der Burg-Apotheke in Vohenstrauß. Im Anschluss war sie auch in der Bahnhofsapotheke in Weiden beschäftigt.
Im Juni 1989 heiratete sie Andreas Bodensteiner aus Rückersrieth. Kurz hintereinander wurden die beiden Söhne Andreas und Klaus geboren. Als Hausfrau, Ehefrau und Mutter sorgte Barbara Bodensteiner fürsorglich für ihre Familie. So manche Träne wird sie dabei auch getrocknet haben, denn sie pflegte ihre Eltern in Alter und Krankheit, und anschließend auch die Schwiegermutter. Dazu war sie die Dorfwirtin, die "Wirts-Betty", und dabei stets nett und freundlich.
Auch wenn Bodensteiner gesundheitlich schon länger angeschlagen war, ereilte sie im Juni 2015 ganz plötzlich ein schwerer Schlaganfall. Es folgten lange und beschwerliche Krankenhausaufenthalte in Amberg und Weiden sowie im Pflegeheim Waldthurn. Nach zwei Jahren konnte man sie 2017endlich wieder nach Hause holen, wo sie seitdem von ihrem Ehemann und den beiden Söhnen liebevoll und aufopferungsvoll gepflegt und versorgt wurde. Dabei habt die Familie auch professionelle Unterstützung erfahren.
In der Nacht zum 11. Mai ist Barbara Bodensteiner daheim in den Armen ihres Mannes "Rais" friedlich eingeschlafen. Liebevoll wurde mit so mancher Träne im Auge am Sterbebett Abschied genommen. Am Abend wurde sie zu Hause im Hof mit Gebeten verabschiedet, führte der Geistliche weiter aus. Die Urne wurde im Familien- und Freundeskreis beigesetzt.
Von seinem Gründungsmitglied von 1992 verabschiedet hat sich beim Requiem der Katholische Frauenbund Etzgersrieth. Einige Jahre war Bodensteiner dort auch Beisitzerin. Durch ihre fröhliche und hilfsbereite Art habe sie den Verein bereichert, sagte stellvertretende Vorsitzende Hildegard Balk. Eine Blumenschale wurde ans Grab gestellt.
Für den Schützenverein Etzgersrieth würdigte zweiter Schützenmeister Christian Ach Barbara Bodensteiner als ein treues und beliebtes Mitglied über 52 Jahre hinweg. Sie bekleidete das Amt der Damenleiterin, war viele Jahre im Vereinsausschuss tätig und beim Jubiläum 1972 die Fahnenbraut. Zum Dank wurde ein Kranz ans Grab gelegt.












Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.