Fahrenberg bei Waldthurn
09.09.2026 - 11:00 Uhr

Kulturfestival am Fahrenberg: Gemeinsam Geschichte erleben und Zukunft gestalten

Am 20. September 2026 wird der Fahrenberg zum kulturellen Mittelpunkt: Beim Festival "Lebensraum Goldene Straße" treffen Geschichte, Kultur und Gemeinschaft aufeinander.

Der Fahrenberg wird am Sonntag, 20. September, zum Schauplatz eines besonderen Kulturfestivals. Unter dem Motto „Bürger gestalten Erinnerung, Gemeinschaft und Zukunft“ lädt das Projekt „Lebensraum Goldene Straße“ im Rahmen des Bundesförderprogramms „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken“ Bürgerinnen und Bürger aus der Region und dem benachbarten Tschechien zu einem Tag voller Begegnungen, Geschichte, Kultur und Natur ein.

„Das ist wieder einmal ein Highlight für unsere Region“, freut sich Waldthurns Bürgermeister Georg Bocka auf das Festival. Für ihn bietet der Fahrenberg den idealen Ort, um Geschichte für Jung und Alt erlebbar zu machen. Dazu gehört unter anderem die Kirchenführung (14 Uhr) mit Georg Schmidbauer in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung. Um den Fahrenberggipfel zu erreichen, wird auch ein Gipfel-Tal-Shuttle um 11.30 Uhr /13.30 Uhr und 15.30 Uhr eingesetzt.

Sternwanderungen auf den Berg

Der Festtag beginnt bereits am Morgen mit mehreren Sternwanderungen. Von Georgenberg, Vohenstrauß, Pleystein und Waldthurn aus machen sich Vereine und Gruppen auf den Weg zum Fahrenberg. Die Wanderer aus Georgenberg starten bereits um 8 Uhr am Rathaus, die Vohenstraußer um 9 Uhr am Bahnhof, die Pleysteiner um 9.15 Uhr am Schwarzenbach-Parkplatz und die Waldthurner um 9.30 Uhr am Maibaumplatz in der Bernriether Straße.

Gegen 10.45 Uhr treffen die Wandergruppen an der Talstation des Skilifts ein. Um 11 Uhr wird das Kulturfestival offiziell eröffnet. Bürgermeister Georg Bocka begrüßt dabei gemeinsam mit dem Bürgermeister der Waldthurner Partnerstadt Hostau, Miroslav Rauch, die Teilnehmer. „Ich freue mich, dass mit dem Fahrenberg einer der höchsten Punkte in der Region ausgesucht wurde, der in die Region ausstrahlt und auch ein Magnet ist“, betont Bocka. Der Fahrenberg hat seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung für die Region. Als Wallfahrtsort, Natur- und Erholungsraum sowie Wintersportgebiet war und ist er ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Durch seine Lage unmittelbar an der deutsch-tschechischen Grenze besitzt er zudem eine besondere Bedeutung für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Diese Verbindung soll auch beim Kulturfestival sichtbar werden. Die Veranstaltung wird möglichst zweisprachig gestaltet und bezieht tschechische Partner ein.

Schwerpunkt Geschichte

Ein Schwerpunkt des Festivals ist die Geschichte des Fahrenbergs. Eine Ausstellung mit Zeitstrahl zeigt wichtige Stationen der Vergangenheit. Dabei sollen nicht nur historische Ereignisse im Mittelpunkt stehen, sondern vor allem die persönlichen Erinnerungen der Menschen. Die Bevölkerung ist deshalb ausdrücklich zur Talstation eingeladen, alte Fotografien, Dokumente, Erinnerungen und Geschichten zum Fahrenberg mitzubringen und damit den Zeitstrahl zu ergänzen.

Auch eine Kirchenführung auf dem Fahrenberggipfel in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung mit Heimatpfleger und Waldthurner Ehrenbürger Georg Schmidbauer um 14 Uhr gibt Einblicke in die Geschichte und Bedeutung des Fahrenbergs als Wallfahrtsort. Unter dem Motto „Natur nah erleben“ präsentieren sich der Förderverein des Skilifts mit verschiedenen Akteuren. Der Bayerische Jagdverband ist mit seiner „Wilden Schule“ vertreten, der Naturpark ist mit Naturparkmobil und Rangern dabei. Auch die ILE informiert über ihre Arbeit und weitere Themen. Für Kinder und Jugendliche gibt es von 13 bis 16 Uhr den Kunstworkshop „Fahrenberg in der Box“ mit der Künstlerin Irene Fritz. Beim Sommerbiathlon mit Hindernislauf und Laserbiathlon können die jungen Teilnehmer außerdem sportlichen Ehrgeiz beweisen. Eine Torwand ergänzt das Mitmachprogramm. Die Rückfahrt der Sternwanderer zu ihren Ausgangpunkten erfolgt zwischen 15.30 Uhr und 16.30 Uhr.

Bis etwa 18 Uhr erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Essen und Getränken, Kaffee und Kuchen sowie zahlreichen Informations- und Mitmachangeboten. Das Kulturfestival soll dabei mehr sein als ein einzelner Veranstaltungstag sein. Es möchte Menschen, Vereine und Institutionen miteinander ins Gespräch bringen, Erinnerungen bewahren und gleichzeitig neue Ideen für die Zukunft entwickeln.

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