04.06.2019 - 08:44 Uhr
Fahrenberg bei WaldthurnOberpfalz

"Weil der Himmel dich braucht"

Der Jugendtag auf dem Fahrenberg wird mit herrlichem Sonnenschein beschenkt. Es herrscht quirliges Treiben rund um die Wallfahrtskirche. Zum Abschluss der 72-Stunden-Aktion wird ein Open-Air-Gottesdienst gefeiert.

von Elisabeth DobmayerProfil

Normalerweise ist es in einem Gottesdienst verpönt, das Handy zu zücken. Beim Jugendtag auf dem Fahrenberg mit Diözesanbischof Rudolf Voderholzer, war es ausdrücklich erwünscht. Der Sonntag, der unter dem Motto stand „Weil der Himmel dich braucht“ war mit herrlichstem Sonnenschein und blauem Himmel beschenkt. Quirliges Treiben war überall beim „Markt der Möglichkeiten“ auszumachen. Jugendreferentin Martina Troidl von der Jugendstelle Weiden und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) aus Weiden und Neustadt/WN organisierten den Jugendtag rund um die Wallfahrtskirche zugleich als Abschluss der 72-Stunden-Aktion.

Die unterschiedlichen Gruppen und Jugendverbände besuchten Senioren, stellten Marterl auf, legten einen Barfußpfad an oder backten 72 Kuchenstücke für Senioren. Höhepunkt war der Open-Air-Gottesdienst am Freialtar. Jugendpfarrer Christian Kalis aus Regensburg, Hausherr und Pfarrer Norbert Götz aus Waldthurn und Kaplan Ulrich Eigendorf aus Vohenstrauß zelebrierten den Gottesdienst mit dem Bischof vor dem Kreuz am Freialtar im Beisein des Diakons Janusz Szubartowicz, nachdem die beiden Fahnenabordnungen der Kolpingfamilie aus Neustadt/WN und der KLJB aus Waldthurn mit den Geistlichen und den Altardienern über den Berg hinabgezogen waren.

Gottesdienst mit Bischof Rudolf Vorderholzer

„Ich fühl mich wie im Himmel“ - so oder ähnlich formuliert man es, wenn man besonders glücklich war. „Wann ward ihr ein Geschenk des Himmels?“, hinterfragte Martina Troidl. Alle Gottesdienstteilnehmer sollten ihr Smartphone nehmen und sich per QR-Code auf dem Liedzettel oder Link mit der Jugendstelle vernetzen und Fragen dazu beantworten. Erst nach knapp 20 Minuten durfte Bischof Voderholzer, der mit den Priestern in praller Sonne ausharrte, den Gottesdienst beginnen, der von der Jugendband und Solisten aus der Pfarrei St. Konrad aus Weiden stimmungsvoll musikalisch gestaltet wurde. Die meisten Gläubigen dagegen ließen sich unter den schattigen Baumkronen im oberen Bereich des Freigeländes nieder.

„Wir sind Christen, weil Gott in Jesus Christus eine 72-Stunden-Aktion veranstaltet hat, um uns und die ganze Welt zu erlösen.“ Damit meinte der Bischof die drei Tage von Gründonnerstag bis Ostersonntag. „Wer sich von dieser göttlichen Dynamik anstecken lässt, der möchte auch andere von diesem Segen und diesem Heil und Glück etwas vermitteln.“ Zur Predigt wanderte der Bischof über die Anhöhe ganz nah an das Volk heran, um mit ihnen über den Himmel zu philosophieren. „Wo kein Funke Liebe da ist, da wird es kalt.“ Deswegen kann der Himmel auf Erden immer wieder schon anbrechen, dort wo sich jemand von Gott senden lässt und die Liebe verschenkt, die er von Jesus Christus empfangen hat“, versicherte der Bischof. „Um nichts weniger geht es hier. Wir sind auf der Erde, um Gott zu lieben, den Menschen zu dienen und einmal in den Himmel zu kommen.“

Spenden für Sea-Eye Regensburg

Die Kollekte war für Sea-Eye in Regensburg bestimmt, einem Verein, der sich für die Rettung von Schiffbrüchigen stark macht. Zum Ende wurden kleine Wolken als Erinnerung an die Gottesdienstbesucher verteilt. Danach herrschte an allen aufgebauten Essens- und Getränkeständen großer Andrang. Leckere Pizzen, Grillspezialitäten und eine Gemüsepfanne waren sehr begehrt. Für Kaffee und Kuchen sorgte die CAJ aus Floß und für kühle Getränke die MC Weiden.

Daneben gab es die Bilder der 72-Stunden-Aktionen zu bestaunen. Viele Besucher genossen vor allem die besondere Atmosphäre, die sich entwickelte. Jede Menge Spaß war für die Kinder angesagt, die sich mit „Bubble-Soccer-Bällen“ auf der Wiese hinter der Wallfahrtskirche austoben konnten, während sich die Erwachsenen an den Tischen unterhielten.

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