14.07.2019 - 11:18 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Abschied mit Rosen

Beim Abschied kommt Wehmut auf. In ihren Predigten bekräftigen die Geistlichen Maximilian Roeb und Franklin Mboma ihre Dankbarkeit dafür, in Falkenberg als Gäste wirken zu dürfen.

Die Buben und Mädchen bildeten – am Ende des Gottesdienstes – ein Rosenspalier, um auf ihre Art auf Wiedersehen zu sagen.
von Werner RoblProfil

Pfarrvikar Franklin Mboma und Pfarrer Maximilian Roeb standen am Mittwochabend gemeinsam am Altar, um die Messe zu lesen. Die Seelsorger hatten auch je eine Ansprache vereinbart, um der Pfarrei und dem Ort Falkenberg auf Wiedersehen zu sagen. Bereits vor Monaten wurde bekannt, dass Pfarrer Roeb im September nach Wolnzach, Pfarrvikar Franklin Mboma nach Riedenburg wechseln werden. Franklin kam im Herbst 2016, Pfarrer Roeb ein Jahr später in die Pfarreiengemeinschaft Wiesau/Falkenberg. Gemeinsam und abwechselnd gestalteten sie bis zuletzt die Gottesdienste und nahmen Termine wahr, um die katholischen Pfarreien Sankt Michael und Sankt Pankratius zu einer Einheit zu verschmelzen.

„Der eine wurde von Süd nach Nord, der andere von Nord nach Süd geschickt“, erinnerte Franklin an die Berufung beider, in Wiesau und Falkenberg als „Erntehelfer in Gottes Weinberg“ tätig sein zu dürfen. „Die Ernte ist groß, es gibt aber nur wenige Arbeiter“, zitierte er das vorangegangene Evangelium mit Blick auf die vielfältigen Aufgaben und den Priestermangel.

„In einem zunächst für mich fremden Ort öffneten sich bald die Türen. Pfarrer Roeb und ich durften uns kennenlernen und gemeinsam hier arbeiten“, sagte Franklin. „Die Pfarrer kommen, leiten die Gemeinde und müssen – wenn es verlangt wird – auch wieder gehen“, fügte der afrikanische Geistliche aus der Republik Kongo hinzu. Die Kirche bleibe aber im Ort, versprach Franklin. „Pfarrer Roeb und ich werden Falkenberg verlassen. Wir verlassen aber nicht die schönen Momente, die wir hier erleben durften“, kommentierte er die Gastfreundschaft.

Am Ende der Heiligen Messe, die den verstorbenen Eltern von Franklin Mboma und dem verstorbenen Vater von Maximilian Roeb gewidmet war, meldete sich auch der scheidende Pfarrer zu Wort. „Wir versuchten, Diener der Freude zu sein.“ Nicht immer sei es auch gelungen. „Dafür bitten wir um Entschuldigung. Ohne Sie, liebe Falkenberger, wäre dieser Dienst nicht möglich gewesen.“ Roeb dankte seinem Mitbruder für die Zusammenarbeit. „Man konnte mit dir über theologische Fragen und Themen diskutieren, um auch auf diesem Gebiet up to date zu bleiben.“ Freundschaften seien entstanden, man dürfe sie mitnehmen. „Verlieren Sie uns nicht aus den Augen, aus den Herzen und aus dem Gebet. Wenn Sie uns besuchen wollen: Die Holledau und das Altmühltal sind nicht weit", empfahl Roeb eine baldige Begegnung in Wolnzach und Riedenburg.

Mit Geschenken verabschiedeten sich der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung. „Gemeinsam haben wir uns auf den Weg gemacht, er geht aber weiter“, erklärte Sprecherin Carolin Lindner und überreichte je ein Bild aus Glas, verbunden mit einem „herzlichen Vergelt's Gott aus Falkenberg". Mit einem Rosenspalier verabschiedeten sich die Buben und Mädchen. Persönlich „Danke und auf Wiedersehen“ sagten die Gläubigen bei der kleinen Abschiedsfeier im Pfarrheim.

Zum „Vater unser“ baten Roeb und Franklin (von links) die Kinder zum Gebetskreis nach vorne.
Mit einem gläsernen Dankeschön, verbunden mit einem Gruß aus Falkenberg, bedankte sich Pfarrgemeinderatssprecherin Carolin Lindner, auch im Namen der Kirchenverwaltung, für die Zusammenarbeit in der Pfarrei.
Den Mittwochabend-Gottesdienst gestalteten die scheidenden Pfarrer miteinander, um sich auch gemeinsam zu verabschieden.
Zum Abschied überreichten die Pfarreikinder Rosen an die Geistlichen, die in Kürze die Pfarreiengemeinschaft Wiesau/ Falkenberg verlassen werden.

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