(wro) Für wenige Stunden verwandelt sich der Platz nahe der Kapelle in eine Zielgerade, der angrenzende Streifen in eine Boxengasse. Aus dem sanft ansteigenden Berg wird eine fabelhafte Rennstrecke, die von den angehenden Rennpiloten gerne genutzt wird.
Was sich anhört wie die Beschreibung eines Straßen- oder Seifenkistenrennens, ist einer der Höhepunkte im Falkenberger Ferienprogramm. Der Oberpfälzer Waldverein fordert alle Jahre die Buben und Mädchen dazu auf, ihre Tüv- und zulassungsfreien Bobby-Cars aus den Garagen zu holen. Vor wenigen Tagen war wieder solch ein "Renntag", den sich viele Kinder nicht entgehen lassen wollten.
Vor Ort sichern bunte Farbkegel die Fahrspuren. Oben, auf der selbstgebauten Startrampe, sitzt heuer "Rennleiter" Peter Hasenfürter, der für einen reibungslosen Ablauf sorgt. Das gelingt ihm auch meistens. Den einen oder anderen Fehlstart produziert der OWV-Vorsitzende aber aus Unachtsamkeit selber und sorgt bei den Startenden für einige Vollbremsungen im Getümmel. Die bunt zusammengewürfelten Fahrzeuge, die weder mit Start- noch mit Kupplungspedalen ausgestattet sind, müssen danach per Hand wieder hinaufgezogen und neu aufgestellt werden. Eine Einteilung in Fahrzeugklassen ist nicht vorgesehen, verweist Hasenfürter auf die Startformation, in der sich auch gut gewartete Traktoren, Polizei- und Radladerfahrzeuge wiederfinden. Manchen sieht man die vielen Betriebsstunden schon an der blassen Farbe an. Ein Blick auf das eine oder andere Reifenprofil sorgt für leichtes Kopfschütteln unter den Zaungästen, die gekommen sind, um das geräuschvolle Spektakel live mitzuerleben. Einen wirklichen Sieger gibt es beim Bobby-Car-Rennen um den OWV-Cup freilich nicht. Das würde den Spaß verderben, meinen die Kinder, die im Ziel von Jürgen Wilka mit Eiscreme versorgt werden.














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