20.07.2020 - 14:41 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Heuer kein Falkenberger Adventsmarkt

In der Burg und im Tagungszentrum liegt die Kultur immer noch auf Eis. Trotz der Lockerungen werden vorerst keine Lesungen oder Konzerte stattfinden. Was besonders schmerzt, ist die Absage des Falkenberger Adventsmarktes.

Im Mittelpunkt steht die Gesundheit der Gäste und der Mitarbeiter. Im Eingangsbereich der Burg Falkenberg fallen Hinweise auf das Hygienekonzept und ein Desinfektionsmittel-Spender auf. Gerhard Pöschl, Teresa Würth und Matthias Grundler (von links) informierten über Details.
von Werner RoblProfil

Bürgermeister Matthias Grundler, zugleich Schriftführer bei "Forum Falkenberg – Freunde der Burg", bedauert die Absage des Adventsmarktes sehr: „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht.“ Im Dialog mit den Vereinen und Ausstellern sei man aber überein gekommen, den kunsthandwerklichen Markt in der Burg und die Budenstadt in der Schwaige zu streichen. "Die Absage ist ein bitterer Wermutstropfen", sagt Grundler im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Man könne die Sicherheit nicht gewährleisten, erklärt er mit Verweis auf die Corona-Pandemie.

Bereits im Juni diskutierte der Verein „Forum Falkenberg – Freunde der Burg“ über Möglichkeiten der Öffnung

Falkenberg

Trotz der vielen Absagen auch hinsichtlich der kulturellen Veranstaltungen zeigen sich Bürgermeister Matthias Grundler, Gerhard Pöschl (Zweiter Vorsitzender des Vereins "Forum Falkenberg – Freunde der Burg") und Burgmanagerin Teresa Würth zuversichtlich. Grund dafür ist die Öffnung des Hotel- und Tagungsbereichs seit Anfang Juli. „Durch die erneuten Lockerungen seitens der Staatsregierung können wir unser Angebot wieder etwas erweitern“, erläutert Pöschl gegenüber Oberpfalz-Medien.

„Nach wie vor steht die Gesundheit der Mitarbeiter und Gäste an vorderster Stelle“, klinkt sich Burgmanagerin Teresa Würth ein. Rückblickend berichtet sie von drei arbeitsintensiven Tagen, um mit einer Kollegin das vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband empfohlene Hygiene-, Abstands- und Wegekonzept umzusetzen. Die Zimmermappen wurden entfernt und durch Online-Informationen ersetzt. Die Wege mussten gekennzeichnet werden. Aus den Bädern verschwanden die Duschgels. „Statt der gewohnten Porzellan-Zahnputzgefäße bieten wir den Hotelgästen alternativ jetzt – leider - Einweg-Becher an. Teresa Würth baut auf das Verständnis und auf die Vernunft der Gäste und empfiehlt sich als Ansprechpartnerin. Sie verweist auf ein interessantes Übernachtungsangebot, um ab August den Hotelbetrieb stärker anzukurbeln. Näheres dazu erfahre man zeitnah im Internet unter www.burg-falkenberg.bayern.

Zudem können ab sofort auch wieder die Räume in der Burg und das Tagungszentrum gebucht werden. Wegen der Abstandsregelung und wegen des begrenzten Platzangebotes sollte man sich laut Würth aber abstimmen. Auf die beliebten Führungen in der Burg und Feste im Freien, wie zum Beispiel das Weinfest, wird man aber verzichten müssen. Der Burghof bleibt geschlossen. Gleiches gilt für den Museumsbereich. Daher wird es auch keine Museumsnacht geben. Gerhard Pöschl vom "Forum Falkenberg – Freunde der Burg" bedauert dies sehr. "Im Internet können die Räume unter www.daszwoelfer.de wenigstens virtuell besucht werden.“

Nach wie vor steht die Gesundheit der Mitarbeiter und Gäste an vorderster Stelle.

Burgmanagerin Teresa Würth

„Ich habe großen Respekt, dass der Verein die Corona-Situation aus eigener Kraft bewältigen kann“, fasst Matthias Grundler zusammen. „Dafür sind wir, die Gemeinde, sehr dankbar.“ Wie Zweiter Vorsitzender Gerhard Pöschl ergänzt, konnte der wirtschaftliche Einbruch Dank der ehrenamtlichen und engagierten Mitarbeiter wenigstens einigermaßen aufgefangen werden.

Die beliebten Veranstaltungen im Burghof (Bild) werden heuer nicht mehr stattfinden.
Deutlich gekennzeichnet wurden die Wege, um den Schutz in der Burg gewährleisten zu können. Im Bild von links Bürgermeister Matthias Grundler, Burgmanagerin Teresa Fischer und Zweiter Vorsitzender Gerhard Pöschl.
Aktuell ist der Bereich am Burgtor Baustelle. Wie Bürgermeister Matthias Grundler berichtete, entstehen dort neue Sanitärräume.

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