11.10.2019 - 20:40 Uhr
FalkenbergOberpfalz

IGZ-Softwarescheune 5.0 in Falkenberg wächst rasant

Rund zehn Monate sind seit dem Spatenstich für die neue IGZ-Softwarescheune 5.0 vergangen. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Gebäude Anfang Mai bezogen werden.

Die Firmeninhaber Wolfgang Gropengießer und Johann Zrenner (von links) haben derzeit viele Baustellentermine. Ins Unternehmen eingestiegen sind nun auch Katharina Zrenner und Philipp Gropengießer (von rechts). Unten ist Christian Kopf von der IGZ-Bauleitung zu sehen.
von Werner RoblProfil

Für die Maßnahme, zu der mehrere tausend Quadratmeter Büroräume, ein Fitnessstudio, umfangreiche Parkplätze und E-Tankstellen gehören, nimmt die Falkenberger IGZ einen deutlich zweistelligen Millionenbetrag in die Hand. "Der Rohbau inklusive Dach und Fensterfassade unserer fünften und bisher größten Softwarescheune wurde ausschließlich von regionalen Fachfirmen, wie Kassecker Waldsassen, Andritzky Konnersreuth sowie Rosner Kondrau, erfolgreich realisiert und wird demnächst planmäßig abgeschlossen", zieht die IGZ-Firmenleitung eine Zwischenbilanz.

Anspruchsvolle Pläne

Gut 600 Tonnen Stahl und über 5000 Kubikmeter Beton wurden bereits verbaut, um die anspruchsvollen Pläne für das neue Verwaltungs- und Projektgebäude des IT-Unternehmens IGZ am Falkenberger Ortsrand Wirklichkeit werden zu lassen. Schon bei der Bauvoranfrage im Jahr 2018 wurde deutlich, dass mit dem vor rund eineinhalb Jahren geplanten 120 mal 18 Meter großen und rund 15 Meter hohen, vierstöckigen Neubau bis zu 250 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden; der offizielle Spatenstich erfolgte dann noch im November vorigen Jahres. Mindestens einmal die Woche schauen die Firmeninhaber Wolfgang Gropengießer und Johann Zrenner - immer häufiger begleitet von der bereits in Einarbeitung befindlichen zweiten Generation, Katharina Zrenner und Philipp Gropengießer - auf ihrer Baustelle auf dem nördlichen IGZ-Gelände vorbei.

Die Arbeiten schreiten trotz hoher Auslastung der Baufirmen sehr zügig voran. Dort, wo 2018 noch die Autos der Mitarbeiter parkten und bereits wenig später täglich bis zu 75 Betonlaster hin und her pendelten, ragt das neue Verwaltungs- und Projektgebäude bis zu vier Geschosse hoch empor.

Um dies möglich zu machen, waren unter anderem acht Meter hohe Schalwände für die zahlreichen Schrägstützen mit einer handgefertigten Schalung aus Konstruktionsvollholz nötig. Der hierfür errechnete, sehr hohe Betondruck musste reduziert werden, wofür das angelieferte Material nur phasenweise nacheinander, in mehreren Teilabschnitten verbaut werden konnte. Zu einer weiteren Herausforderung für das Rohbauunternehmen wurde die scharfkantige Ausführung sowie das Verdichten der mit daumendicken Bewehrungseisen vielfach ausgefüllten Stützen.

Regionale Bezüge

Bei der Fassadenplanung wurden - entsprechend dem architektonischen Konzept - auch starke technische und regionale Bezüge mit eingebunden; die schrägen Stützen lehnen sich beispielsweise an das technisch anspruchsvolle Fachwerk historischer Häuser im Falkenberger Ortskern an. Zusätzlich dienen sie auch als statisches Gebäudetragwerk, wie beispielsweise für die eindrucksvoll frei stehende Auskragung über der Parkgarage nach Norden. Ein erster Blick ins Eingangsfoyer verrät die besondere dreieckige Form der anspruchsvollen Haupttreppe, die in sich selbsttragend und freihängend konstruiert wurde: ein architektonisches Schmuckstück, in handwerklicher Meisterleistung aus Stahlbeton perfekt geformt.

Aktuell erfolgen die letzten Dacharbeiten. Ziel ist es, das Gebäude im Oktober komplett regen- und winddicht abzuschließen damit eine Beheizung über den Winter möglich wird. Der bereits parallel begonnene Innenausbau soll laut Firmenleitung im ersten Quartal 2020 vollendet sein, um das neue Gebäude ab Anfang Mai 2020 beziehen zu können.

Fünfte Softwarescheune

Ein besonderer Clou der hellen, weitgehend offenen Büroflächen ist es, dass sie auf allen Etagen für die flexible Projekt-Nutzung variabel unterteilt werden können. Die Firmenleitung setzt beim Einrichtungskonzept auf weiterentwickelte, zukunftsorientierte Arbeitswelten auf Grundlage des effizienzorientierten "Activity Based Working". Weiterhin sind mittige Erschließungs- und Begegnungszonen sowie geräumige Konferenzräume in das Bürokonzept integriert.

Somit entsteht mit dieser fünften Softwarescheune derzeit ein repräsentatives, zur weiterentwickelten Firmenphilosophie passendes neues Zentralgebäude für das wachstumsstarke Falkenberger IT-Unternehmen. Zukünftige Erweiterungen auf dem bestehenden Firmengelände sind mit Blick auf die Zukunft möglich und - wen wundert's - zum Teil auch bereits vorgesehen.

Hintergrund:

Die aktuelle Betriebserweiterung des IGZ-Firmengeländes bietet von allen Räumen einmalige und eindrucksvolle Ausblicke in die Oberpfälzer Landschaft und den Markt Falkenberg mit seiner historischen Burg. Die südlich stark zum Ort ausgerichteten, bestehenden IGZ-Softwarescheunen und der eher ortsabgewandte Neubau nehmen in ihren Grundstrukturen und der Holzfassadengestaltung deutlich zueinander Bezug. Die IGZ folgte dem Architektenvorschlag, der vorsah das Erweiterungsgebäude entsprechend nördlich auszurichten, um auf dem höchstgelegenen Punkt des Firmengeländes den "Blick in die Landschaft" zu inszenieren und aufgrund der deutlich zunehmenden Gebäudegröße die "Wirkung in den Ort zu reduzieren". Weiteres Ziel ist es auch, für die Mitarbeiter eine sinnvolle, über den Tag gleichmäßige Sonneneinwirkung auf die Arbeitsplätze von Ost nach West zu schaffen.

Die Zufahrt zum nördlichen Firmengelände und dem neuen Gebäude erfolgt über die vorhandene, öffentliche Zufahrt von der Wiesauer Straße im Nordosten, mit wesentlich erweiterten Mitarbeiter-Parkplätzen im Norden und Westen sowie für die IGZ-Besucher im Osten, nahe dem neuen Haupteingang. Der repräsentative Eingangsbereich zur neuen Hauptverwaltung verfügt über ein zweigeschossiges architektonisch eindrucksvolles Foyer mit Galerie.

Dieses dient mit seinem Anschluss an den betriebsinternen "Logistikweg" auch als zentraler Verteilpunkt für alle bestehenden und künftigen IGZ-Gebäude. Der Übergang von und in die bestehenden Softwarescheunen ist wieder über eine verglaste Brücke komfortabel möglich. (wro)

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