22.07.2020 - 10:16 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Infos per Beamer und Laptop

Das digitale Zeitalter hat auch im Falkenberger Marktrat Einzug gehalten. Zum ersten Mal arbeitet das Gremium mit dem neuen Ratsinformationssystem. Aber noch nicht alle Räte bauen ihre Laptops auf.

Die Sitzung verlief zweigleisig. Wer wollte, informierte sich – wie CSU-Markträtin Veronika Höcht (Zweite von rechts) – per Laptop. Hans Enslein (ebenfalls von der CSU, im Bild rechts) studierte die Informationen auf Papier.
von Werner RoblProfil

Laptops oder Tablets auf den Tischen der Markträte: Noch ist es ein ungewohntes Bild. Wie Bürgermeister Matthias Grundler und Geschäftsleiter Thomas Weiß im Tagungszentrum der Burg informierten, sollen die mitgebrachten Geräte aber bald zur gewohnten Ausstattung in den Falkenberger Marktgemeinderatssitzungen werden. Wie in vielen anderen Gemeinden hat auch in Falkenberg ein Ratsinformationssystem Einzug gehalten. Damit, so Weiß, haben die Markträte die Möglichkeit, online und bereits vor der Sitzung wichtige Details über die Besprechungspunkte abzurufen. Einige Markträte – so war am Abend festzustellen – hatten ihre Computer diesmal aber noch zu Hause gelassen und begnügten sich mit den herkömmlichen Sitzungsvorlagen auf Papier.

Beim „Probelauf“ in der Juli-Sitzung des Marktrats wurde den Zuhörern und dem Gremium zudem die Gelegenheit gegeben, die Informationen per Beamer auf Leinwand mitzuverfolgen. Auf der Tagesordnung standen diesmal nur wenige, aber durchaus interessante Punkte.

Wohnloft

„Es ist schön, dass sich ein junges Paar dafür entschieden hat, in Bodenreuth zu bauen“, kommentierte Marktrat Hans Enslein (CSU) den Antrag für eine Aufstockung einer landwirtschaftlichen Lagerhalle mit Wohnloft in der Gemarkung Schönficht. Enslein fand Gefallen an der Bauweise des Wohnanwesens. Mit Blick auf die Zeichnungen stellte der CSU-Kommunalpolitiker fest: „Vielleicht finden sich Nachahmer.“ Wie in der Sitzung bekannt wurde, liegt das Bauvorhaben im unbeplanten Innenbereich Bodenreuths. Die bauplanrechtliche Zulässigkeit richtet sich nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches. Das Vorhaben, so wurde den Antragstellern bereits ans Herz gelegt, müsse sich in die vorhandene Umgebungsbebauung einfügen. Die Erschließung sei gesichert, wobei aber die Abwasserentsorgung über eine Kleinkläranlage zu regeln sei, fasste Bürgermeister Matthias Grundler zusammen.

Es ist schön, dass sich ein junges Paar dafür entschieden hat, in Bodenreuth zu bauen.

CSU-Marktrat Hans Enslein

Zudem ließ Grundler erkennen, dass die Bauherren bereits versprochen hätten, die Details mit dem Landratsamt zu regeln. „Die Bauvoranfrage wurde bereits in der zurückliegenden Periode eingereicht“, erinnerte er an die zuvor geführte Debatte in diesem Punkt. „Aktuell liegt uns jetzt der offizielle Bauantrag vor“, ergänzte der Falkenberger Bürgermeister. Dem Bauantrag aus Bodenreuth wurde einstimmig stattgegeben. Danach äußerte sich Grundler noch einmal dazu und meinte, dass es eine gute Sache sei, wenn sich Bürger dafür entschieden, am Ort zu bleiben.

Austragshaus

Einstimmig befürworteten die Markträte auch eine Bauvoranfrage aus Thann bei Falkenberg. Wie der künftige Bauherr in seinem Antrag aufzeigt, möchte er im Nachbardorf, in der Gemarkung Lengenfeld, ein Austragshaus errichten. Das Vorhaben – so Bürgermeister Grundler – sei bauplanrechtlich zwar unmittelbar im Anschluss an die Ortschaft Thann angesiedelt. „Das Grundstück befindet sich aber bereits im Außenbereich.“

Bericht zur Juni-Sitzung des Falkenberger Marktrats

Falkenberg

Die Abwasserentsorgung müsse entweder über die vorhandene Kleinkläranlage oder – was auch möglich wäre – über eine neue Anlage sichergestellt werden, nannte Grundler nähere Details zu dem Bauvorhaben, das laut Grundler auch eine Sicherstellung der Hofnachfolge darstellen würde.

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