Falkenberg
27.09.2019 - 16:50 Uhr

Keine Einleitungen feststellbar

Die Untersuchungen beim LfU haben ergeben, dass das Fischsterben in der Waldnaab bei der Hammermühle nicht auf irgendwelche Einleitungen zurückzuführen ist. Bild: tr
Die Untersuchungen beim LfU haben ergeben, dass das Fischsterben in der Waldnaab bei der Hammermühle nicht auf irgendwelche Einleitungen zurückzuführen ist.

Am Nachmittag des 20. August entdeckte Hubert Wild, Besitzer der Hammermühle zentnerweise tote Fische am Rechen im Triebwerkskanal bei der Mühle. (wir berichteten). Zehn große Wannen mit Forellen, Karpfen, Aiteln, Brachsen, Rotaugen, Flussbarschen und Hechten musste er entsorgen. Flussmeister Tobias Grötsch vom Wasserwirtschaftsamt (WWA) Weiden war am selben Abend vor Ort und untersuchte das Wasser im Triebswerkskanal sowie oberhalb und unterhalb unter anderem auf Sauerstoffgehalt. Ergebnis: Akuter Sauerstoffmangel im Kanal war wohl das Todesurteil für die Fische in diesem Bereich. Aber wie kam es dazu? Grötsch entnahm damals zehn Fische verschiedener Arten und Größen und nahm auch Wasserproben. Diese wurden zur Auswertung an das Landesamt für Umwelt (LfU) geschickt. Die Ergebnisse liegen jetzt dem WWA vor. Laut Max Wiederer, Sachgebietsleiter für Technische Gewässersicherheit, sei das Fischsterben wohl auf ein natürliches Ereignis zurückzuführen. In den Wasserproben konnten weder Gülle noch Silagesickersaft oder andere Abwässer festgestellt werden. Die Untersuchung der Fische brachten auch keine relevanten Daten, die auf eine Schadstoff-Einleitung schließen ließen. Alle relevanten Parameter lägen bei den untersuchten Kadavern im Normalbereich. Hätte man Spuren von Gülle, Silagesickersäften oder anderen Abwässern gefunden, wären weitere Untersuchungen eingeleitet worden. Laut Max Wiederer gäbe es mittlerweile gute Möglichkeiten, einen Verursacher aufgrund von festgestellten Einleitungen zurückzuverfolgen.

 
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