29.11.2019 - 10:49 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Kulturelle Vielfalt für Auge und Ohr

Für die interessierten Nachtschwärmer war viel geboten. Der Verein „Forum Falkenberg – Freunde der Burg“ hatte zur Museumsnacht auch zahlreiche Künstler in die Burg eingeladen.

Die „Fabelhafte Welt" von Stefanie Stangl war im Kapitelsaal zu sehen. Bei der Ausstellung begrüßte die Künstlerin (Dritte von links) auch ihre Familie.
von Werner RoblProfil

Einmal im Jahr wird das Kulturangebot auf der Burg Falkenberg auf eine ganz besondere Art bereichert. Dann nämlich, wenn die Museumsnacht hereinbricht, gibt es in der hell beleuchteten Burg, vor allem in der Wächterstube sowie im Ritter- und im Kapitelsaal viel zu sehen und zu hören. Erneut hatte sich der Veranstalter Besonderes einfallen lassen, um den Gästen einen wahren Augen- und Ohrenschmaus bieten zu können. Man musste Zeit mitbringen, um alles erleben zu können. In den Pausen konnte man sich bewirten lassen. An vielen Ecken wurde in der Burg musiziert. Man unterhielt sich und genoss die "Fabelhafte Welt", die Stefanie Stangl präsentierte. "Bei mir gibt es keine Grenzen, es wird alles bunt durcheinandergewürfelt", beschreibt die Künstlerin aus Luhe-Wildenau, die in einem biologisch bewirtschafteten Betrieb lebt. Die vielseitige Oberpfälzerin ist Mitglied der Künstlergruppe "Palette 96" und des Oberpfälzer Kunstvereins Weiden.

Mit ihrer manchmal kurios anmutenden Ausstellung beeindruckte sie am Abend die Besucher. "Es kommt schon mal vor, dass sich Indianer und Froschkönig verstehen, oder aus sieben Geißlein plötzlich fünf Schafe werden, zu denen sich eine Kuh gesellt", verriet sie beim Rundgang durch ihre Bilderwelt auf Leinwand, die im Kapitelsaal zu sehen war.

Unter der Leitung von Katharina Hanauer stellte das Querflötenensemble der Kreismusikschule einige Auszüge ihres Repertoires vor. Bereits seit 1999 musiziert das Ehepaar Bärbel und Michael Ponader gemeinsam. Unter dem Titel "Musikalische Kurzweil" bereicherte das Duo aus Nagel mit seinen Instrumenten den Kulturabend ein wenig später. In den Pausen konnte man im Museum auch die Exponate zur Burggeschichte unter die Lupe nehmen oder sich per Film oder Touchscreens über vieles informieren.

Wer sich hinter dem "Duo Falkenberg" verbarg, verrieten die "Minnesänger" Robert Wachsmann aus Ansbach und Wolfgang Junge aus Gräfenberg in Mittelfranken. Ihr musikalischer Schauplatz war der Rittersaal, in dem sie - stilecht verkleidet - für einige Zeit in die Renaissance entführten. "Wir spielen seit gut 20 Jahren zusammen." Eigens für den Auftritt in der Burg habe man sich für den Namen "Duo Falkenberg" entschieden, verriet Wachsmann im Gespräch, um sich dann für den Ausklang nach 22 Uhr vorzubereiten.

Schaurige Geschichten

Lisa Schabel las für Buben und Mädchen in der Wächterstube, die sie zuvor schon in Beschlag genommen hatte, um interessierte Kinder um sich zu scharen. Herbstlich-schaurige Geschichten erzählte der Parksteiner Berthold Kellner, den man von vielen Theaterbühnen kennt.

Kulinarisches, Wintercocktails und andere Getränke wurden an vielen Orten der Burg angeboten oder an die Tische getragen, an denen man es sich gemütlich gemacht hatte. Für eine besondere Stimmung sorgte zudem die Beleuchtung an der Burgbrücke.

Wolfgang Junge und Robert Wachsmann (von rechts) nannten sich – eigens für die Museumsnacht – „Duo Falkenberg.“ Die Künstler stammen aus Mittelfranken.
Eva Gibhardt (Bild) vom "Forum Falkenberg" gab Hintergrundinformationen zur Bilderausstellung von Stefanie Stangl.
Zu einer Zeitreise lud das „Duo Falkenberg“ ein.
Aufmerksam lauschte das Publikum den Erzählungen im Kapitelsaal, wo Berthold Kellner zu später Stunde mit seinen Geschichten aufwartete.
Im Kapitelsaal erzählte der Parksteiner Berthold Kellner schaurig-schöne Geschichten.

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