14.06.2018 - 10:42 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Mitreißende Melodien, die ins Ohr gehen

Wie facettenreich Tango sein kann und wie mitreißend man ihn interpretieren kann, das demonstriert das Duo "Fracanapa" bei einem Konzert in der Falkenberger Burg.

Susanne Hofmann und Matias Gonzales im Kapitelsaal der Burg Falkenberg. Zwei Künstler, die beeindrucken.
von Werner RoblProfil

(wro) Susanne Hofmann (Violine) und Matias Gonzales bilden das Duo "Fracanapa". Im Kapitelsaal der Burg Falkenberg gestalteten sie einen ganz besonderen Abend. Er war Teil des elften Oberpfälzer Tangofestivals, dessen weitere Station Tännesberg war. Begleitet wurden die Veranstaltungen von Workshops in Vohenstrauß und in der Tännesberger Lederer-Scheune.

Die Töne, die auf Burg Falkenberg einen Abend lang für Aufmerksamkeit sorgten, brachten ein Flair von Weite, Lebensfreude und Poesie in den vollbesetzten Kapitelsaal. Vorgetragen wurden barocke und brasilianische Musik. Besonders aber erklang der südamerikanische Tango in all seinem Facettenreichtum. Die schier unaufhaltsame Erfolgsgeschichte des Tango mit seinen ins Ohr gehenden Melodien wurde an diesem Abend auch auf Burg Falkenberg spürbar. "Tango mit Leidenschaft im Blut am Monte Halcon" war das Konzert überschrieben. Veranstalter war erneut "Forum Falkenberg - Freunde der Burg".

Nicht zum ersten Mal war es den Veranstaltern gelungen, mit einem beeindruckenden Gastspiel den Kapitelsaal bis auf den letzten Platz zu füllen. Man wolle den Tango als konzertante Kammermusik verstehen und einmal auch hierher so und in dieser Form nach Falkenberg tragen, informierte die Sprecherin vom "Forum Falkenberg", Eva Gibhardt, über die eigentliche Idee des diesjährigen Festivals in der Oberpfalz. Die schaurig-schöne Musik, wie die Mitorganisatorin weiter betonte, sei voller Energie. "Das Besondere daran ist zudem die melancholisch gefärbte Tiefe auf Augenhöhe mit der europäischen Musikkultur", beschrieb die Falkenbergerin den außergewöhnlichen Abend in der Burg, an dem auch argentinisch Folklore und Tangorhythmen zu Gehör kamen. Matias Gonzales' Bandoneonspiel und Susanne Hofmanns Darbietungen mit der Violine fanden Gefallen beim Publikum. Durch den Abend führte Susanne Hofmann selbst. Die Zuhörer dankten mit viel Applaus. Gerne nutzte man auch die Pausen für einen kurzen Rundgang durch die Burg.

Matias Gonzales (Buenos Aires/Paris) erlernte das Bandoneonspiel als Autodidakt. Sein erworbenes Können vervollständigte er im Rahmen eines Studiums. Im Jahr 2000 gewann er mit seinem Instrument den ersten Preis beim in Musikerkreisen bekannten Wettbewerb "Hugo de Carill". Auch wurde ihm damit ein Stipendium ermöglicht. Gonzales spielte auch in großen Tangoorchestern. Konzertreisen führten ihn unter anderem in die USA, nach Brasilien und in viele Länder Europas.

Die Magdeburgerin Susanne Hofmann beendete ihr Studium an der Budapester Franz-List-Akademie. Neben ihrer Tätigkeit als stellvertretende Konzertmeisterin der zweiten Violinen in der Magdeburgischen Philharmonie gilt ihre Passion der Kammermusik. Sie ist Gründerin des Oberpfälzer Tangofestivals, bei dem sie seit vielen Jahren im Duo "Fracanapa" mit Gonzales konzertiert und zudem auch unterrichtet.



Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.