20.08.2019 - 15:32 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Rollende Schmuckstücke unterwegs zur Burg Falkenberg

98 historische Fahrzeuge starten in Marktredwitz. Die gemütliche Tour führt hinüber ins Stiftland. Und natürlich ist auch Zeit zum Fachsimpeln.

von Werner RoblProfil

Schon seit längerem reifte in den Köpfen von Werner Härtl (Wiesau) und Arnold Lerch (Brand bei Marktredwitz) der Gedanke, eine Oldtimer-Ausfahrt neu aufzulegen. „Vor zehn Jahren starteten wir bei schönem Wetter in Hohenberg“, erinnert sich Härtl im Gespräch an den damaligen Ausflug auf vier beziehungsweise zwei Rädern. Nun – fast auf den Tag genau zehn Jahre später – waren die Veteranen mit dem „H“ im Kennzeichen erneut auf den Straßen unterwegs.

Start der Jubiläumsfahrt war der Marktredwitzer Auenpark, wo die nach und nach eintreffenden Teilnehmer mit ihren Autos und Motorrädern von Werner Härtl willkommen geheißen wurden. „Dieser Sport darf nicht aussterben“, mahnte der Vertreter der Interessengemeinschaft. Die Freude an den alten Fahrzeugen müsse weiter erhalten bleiben. „Die verschiedensten Fabrikate erzählen von der Geschichte Deutschlands“, verwies der Organisationsleiter auf die 90 Autos und 8 historischen Motorräder, die er in Fünfer-Gruppen an den Start schickte.

Über Lengenfeld, Pechbrunn und Konnersreuth führte die gut zwei Stunden dauernde Ausfahrt an der Kappl-Kirche vorbei zunächst in die Klosterstadt Waldsassen. Am Basilikaplatz durften die Veteranen, darunter auch das älteste Fahrzeug, ein Olympia Rekord P 1, Baujahr 1959, bestaunt werden. Der Opel ist im Besitz Peter Geyers aus dem baden-württembergischen Landkreis Calw. Der gebürtige Marktredwitzer hatte das Fahrzeug auf einem Schrottplatz entdeckt und in vielen Stunden restauriert. Ein Schmuckstück in Tiefschwarz.

Letztes Ziel war die Burg Falkenberg, wo sich die Teilnehmer einen Standplatz suchten, um von den vielen Zaungästen gesehen zu werden. Einige Modelle waren an der Burg aufgereiht. Der Ort glich einem Fahrzeugmuseum. Mit dabei waren unter anderem auch zwei Motorräder der Marke BMW aus den 1950er beziehungsweise 1980er Jahren, die von Klaus Stolpe und Walter Fraas gesteuert wurden. „Miteinander sind wir 160 Jahre alt“, erklärten die Motorradfreunde aus der Sechsämterstadt Wunsiedel.

Zu sehen war auch ein Modell aus der Fahrzeugschmiede "Auto Union", Baujahr 1960, das vom Mitterteicher Autorestaurateur Alois Meierhöfer gelenkt wurde. Ein Plätzchen am Burgtor fand zudem eine Borgward Isabella. Die „Rarität“, wie Herbert Schindler aus Selb-Plößberg das legendäre Einzelstück nannte, war eine von vielen Hinguckern beim Jubiläumstreffen, das die Oldtimer-Freunde aus Oberfranken, aus der Oberpfalz und sogar aus Mittelfranken im Burghof ausklingen ließen.

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