11.05.2020 - 15:59 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Spannende und aufregende Jahre in Falkenberg

Bei der letzten Marktratssitzung in der Wahlperiode endet für Herbert Bauer seine Amtszeit als Bürgermeister. Zusammen mit ihm nehmen auch drei Gemeinderäte Abschied.

Abschied nahmen Herbert Bauer, Hans Bauer, Peter Träger und Bernhard Schuller (von links). Für sie war es die letzte Marktratssitzung.
von Werner RoblProfil

Anders als gewohnt fand die letzte Sitzung nicht im Rathaus, sondern aus Gründen der Sicherheit im Tagungszentrum unterhalb der Burg statt. Bereit lagen die empfohlenen Masken. Zudem stand eine ausreichende Menge an Desinfektionsmitteln zur Verfügung. Um die Abstände einhalten zu können, war man übereingekommen, die letzte Aussprache im deutlich größeren Brauhaus-Saal anzusetzen.

Herbert Bauer nahm an insgesamt 360 Gemeinderatssitzungen teil. Darunter waren auch 140 Termine als Marktrat. Seine letzte Rede als Bürgermeister hatte sich Bauer handschriftlich auf einigen Bögen Papier notiert: "Ich bedanke mich bei allen Bürgern für ihr Verhalten bei der Corona-Krise", hob der Bürgermeister an. "Besonders bedanke ich mich bei Hermine Künzel und Inge Zrenner für die vielen Masken, die sie genäht und kostenlos zur Verfügung gestellt haben." Danach bat er um eine Schweigeminute für die Corona-Toten. Namentlich gedachte Bauer Herbert Käs. "Er hat unsere Wasserversorgung geplant. Er hat auch die Umsetzung begleitet", erinnerte der Vorsitzende an den verstorbenen Mitarbeiter des Weidener Ingenieurbüros Kohl & Partner. Ein weiteres Andenken galt Robert Treml, der laut Bauer, den Falkenberger Helmut Köstler in der Archivarbeit beraten und unterstützt hatte.

Zeit zu gehen

"Liebst du das Leben? Dann vergeude keine Zeit, denn daraus besteht das Leben", zitierte Bauer danach den US-Amerikaner Benjamin Franklin. Bauer kommentierte den Satz mit den Worten: "Deshalb ist jetzt die Zeit zu gehen, solange man das noch selbst tun kann." Die zurückliegenden 12 Jahre als Marktrat und 24 Jahre als Bürgermeister bewertete er als "spannend" und "teilweise aufregend". "Es war immer interessant, die anstehenden Probleme anzupacken, um sie gemeinsam zu lösen." In seiner Ansprache erinnerte Bauer an den Eintritt in die Städtebauförderung. Nicht zuletzt erwähnte er auch den Ankauf und die spätere Revitalisierung der Burg. Positiv habe sich die IGZ entwickelt. Als intakt bezeichnete Bauer die Vereinswelt. "Das Miteinander funktioniert bestens", fasste er zusammen. "Tolle Beispiele" seien das zurückliegende Bayern-3-Dorffest, die Bürgerfeste und Weihnachtsmärkte.

Dank für Unterstützung

Bauer dankte den zusammengerechnet 30 Markträten und Markträtinnen, die ihn während seiner kommunalpolitischen Ära begleiteten und mit ihm viele Maßnahmen umsetzten. "Ich bedanke mich aber auch bei allen Bürgerinnen und Bürgern und meinen Stellvertretern Gerhard Pöschl und Bernhard Schuller, die mich jeweils 12 Jahre lang unterstützten." Zu großem Dank verpflichtet sei er auch der Verwaltung. "Ohne diesen funktionierenden Apparat, wäre das Engagement, das ich im Ehrenamt ausführte, nicht möglich gewesen." Man fühle sich in der Verwaltungsgemeinschaft gut aufgenommen, betonte er tief bewegt.

Bauers abschließender Dank galt seiner Familie. Danach fasste er zusammen: "Ich bin auf der Zielgerade angekommen. Die Burg wird mir als Lebenselixier noch eine Zeitlang bleiben." Er schloss mit einem Zitat Adenauers: "Man darf niemals "zu spät" sagen. Auch in der Politik ist es niemals zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang."

24 Jahre lang war Herbert Bauer Bürgermeister seiner Marktgemeinde. 12 Jahre war er zudem auch als Gemeinderat tätig. Vor wenigen Tagen sagte er der Kommunalpolitik "auf Wiedersehen".
Verabschiedung:

Mit Herbert Bauer nehmen auch 3 Gemeinderäte Abschied

Zusammen mit Herbert Bauer verließen auch drei Markträte die kommunalpolitische Bühne, darunter der stellvertretende Bürgermeister Bernhard Schuller. Der Pirker CSU-Politiker war 24 Jahre lang als Gemeinderat und 12 Jahre lang als Zweiter Bürgermeister im Amt. Verabschiedet wurde auch Peter Träger. Der CSU-Kommunalpolitiker war 18 Jahre lang Marktrat. Der Falkenberger war auch Befürworter der Einführung eines Ferienprogramms.

Seinen Hut - nach nur sechs Monaten Amtszeit als Gemeinderat - nahm der UBF-Vorsitzende Hans Bauer. Vor einigen Monaten zog er als Nachrücker für den verstorbenen Peter Bork ins Gremium ein.

In der Sitzung wurde auch der neue Haushalt auf den Weg gebracht:

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