09.03.2020 - 14:03 Uhr
FalkenbergOberpfalz

UBF fordert Tempolimits in Falkenberg

Aktuell stellt die Unabhängige Bürgergemeinschaft Falkenberg (UBF) drei Markträte. Beim Wahlinformationsabend spricht man von einer konstruktiven und sachorientierten Zusammenarbeit: „Wir arbeiten zum Vorteil für unseren schönen Ort.“

Die UBF stellte wie schon im Dezember bei der Nominierung ihre Kandidaten vor. Im Bild (von links) Ferdinand Lienerth, Wilhelm Löw, Johann Bauer, Rita Wildenrother, Peter Weig, Sandra Stöckl, Markus Mayer und Gerhard Enslein. Andreas Schön konnte aus persönlichen Gründen am Wahlabend nicht dabei sein.
von Werner RoblProfil

Gegründet wurde die UBF vor sechs Jahren. „Wir wollten eine echte Alternative zur bis dahin allein regierenden CSU sein“, erklärte Vorsitzender Johann Bauer in der Zoigl-Stube beim Kramer. Man habe sich den Aufgaben gestellt und Verantwortung übernommen. Seit der Nominierungsversammlung im Dezember trat man aber noch kaum an die Öffentlichkeit. „Wir haben uns bisher still verhalten“, nannte Bauer auch einen Grund für die Zurückhaltung: „Die UBF hat ihren Motor, Peter Bork, verloren.“ Der Verlust sei nur schwer zu verkraften. „Wir stellen uns aber erneut, um uns für die Sitze im Gemeinderat zu empfehlen“, verkündete Bauer in der Wirtsstube.

Der massiven Reklame anderer Parteien erteilte Bauer eine deutliche Abfuhr: „Es ist unglaublich, mit wieviel Geld und Papieraufwand die Wahlwerbung vorangetrieben wird.“ Der Vorsitzende hatte einen dicken Stapel Prospekte mitgebracht: „Das ist das Ergebnis meiner letzten Briefkastenleerungen.“

Neben Gemeinderat Johann Bauer bewerben sich für die UBF auch die Markträte Gerhard Enslein und Rita Wildenrother um einen Sitz im Gremium. Zudem empfehlen sich Andreas Schön, Peter Weig, Sandra Stöckl, Wilhelm Löw, Markus Mayer und Ferdinand Lienerth auf der Liste. „Wir haben sehr gute Kandidaten gefunden. Wie Sie sehen, fanden wir aus allen Berufsgruppen und Altersschichten Interessenten“, fand der Vorsitzende und sicherte zu: „Jeder wird die Bürger-Belange bestens vertreten.“ Einen Bürgermeisterkandidaten stellt die UBF nicht.

Ein Thema, das die Wählervereinigung angreifen möchte, ist die schrittweise Erneuerung des Wasser- und Abwassernetzes. Erneut erinnerte Johann Bauer an den verstorbenen Marktrat Bork. „Dank seiner Bemühungen konnten die geplanten Maßnahmen in eine überragende Förderkulisse eingebunden werden.“ Rasch beseitigt werden sollte das derzeit bestehende Kanalproblem bei Starkregen am Zinnberg.

„Die CSU ist gegen ein Tempolimit auf den Autobahnen. Wir fordern es aber für den Ortsbereich Falkenberg“, steuerte Bauer auf eine Frage zu, die vielen auf den Nägeln brennt. Bauer erinnerte an einige kritische Orts-Abschnitte. Als ein weiteres Sicherheitsrisiko bezeichnete er die Tatsache, dass die Landwirte, um zu ihren Feldern zu gelangen, den Ortskern passieren müssen. Für die oft überbreiten Geräte sei das nicht immer ganz einfach.

„Unsere Burg“ rückte der Sprecher als nächsten Punkt ins Blickfeld. Die UBF wolle die anstehenden Maßnahmen engagiert mit vorantreiben. Zudem sei man bestrebt, die Leerstände im Ort zu beseitigen. Als ein vorrangiges Ziel schob Bauer die Erschließung neuer Baugebiete und auch die Beschattung am viel genutzten Kinderspielplatz an der Droht nach. In Zusammenarbeit mit dem T1-Medienzentrum will man die ältere Generation an die neue Kommunikationstechnik heranführen.

„Mit Blick auf den Tourismus empfehlen wir eine Infostelle, Brauereibesichtigungen und Zoiglproben im Kleberkeller“, ergänzte der Sprecher. „In diesem Bereich müssen auch öffentliche Toiletten errichtet werden.“ Von Interesse sei auch die Ehrung langjähriger Urlaubsgäste. Bereits seit Langem werde über die Zoiglskulptur diskutiert. „Wir möchten endlich eine Entscheidung“, machte Johann Bauer in aller Form deutlich.

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