Ein Stillleben – zu sehen war es am frühen Sonntagabend im Brauhaussaal des Falkenberger Tagungszentrums: Zwei Liter braunes Bier, verteilt auf vier Krüge. Und die gehörten dem Erzähler und Wirt des Schafferhofes in Neuhaus, Reinhard "Kitty" Fütterer, Akkordeonspieler Luk Schieder, Gitarrist Jürgen Walbert und Tubaspieler Peter Fuhrmann.
Der Zoiglabend in der Schwaige war ein Angebot des Vereins Forum Falkenberg – Freunde der Burg. Versprochen wurde eine Besonderheit außerhalb der im Ort bekannten Zoiglgaststätten: Ein tiefgreifender Einblick in die geheimnisvolle Welt der Kommunbrauer, zu der Brauhäuser, Stammtische, Brotzeit machen und, wie Fütterer humorvoll meinte, die "bierschwere" Zusammenkunft an den Tischen gehört. Vom ihm erfuhr man auch, wie sein Premieren-Sud entstand.
Idee reifte im Schafferhof in Neuhaus
„Schön und unterhaltsam; Zoigl bringt die Leute zusammen“, kommentierte Publikumsgast Albert Üblacker den Streifzug durch das Kommunbrauen, des Genießens und des Miteinanders, wo man nur das „Du“ kennt. „Ich find's schön“, betonte Üblacker, „dass Fütterer und die Musikanten nach Falkenberg gekommen sind.“
Die Idee Zoiglabend reifte im Schafferhof. Fütterer garnierte das Ganze mit Zitaten, besonders denen des Kommandanten der Altneihauser Feierwehrkapell’n Norbert Neugirg. Mittelpunkt der Reise durch die Jahrhunderte, an der Hand stets das Publikum, war das Kulturbier – das "Herz der Oberpfalz", wie es Neugirg einmal formuliert hatte. Den Zoiglstern beschrieb er einmal als ein Symbol, „mit dem der liebe Gott den Arm heraushält.“ Hier, an den meist konservativen Stammtischen, so Fütterer, „findet die Politik neutralen Boden.“
Heimelige Atmosphäre
In der Pause sprach Oberpfalz-Medien mit Fütterer. Der Gastwirt lobte die Geselligkeit als ein Stück Heimat. "In den Zoiglstuben hat man nie den falschen Nachbarn.“ Danach unterhielt sich Oberpfalz-Medien mit Akkordeonspieler Schieder: „Die Atmosphäre hier sei – anders als in großen Sälen – "heimelig. So mag ich's."















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