22.11.2019 - 08:26 Uhr
Hof an der SaaleOberpfalz

Falsch deklarierte Solarmodule aus China angekauft

Zollfahnder und Staatsanwaltschaft haben eine Firma in Oberfranken wegen Steuerhehlerei durchsucht. Dort sollen falsch deklarierte Solarmodule aus China angekauft und Abgaben in Millionenhöhe hinterzogen worden sein.

Zollfahnder und Staatsanwaltschaft haben eine Firma in Oberfranken wegen Steuerhehlerei durchsucht.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Rund 23 Millionen Euro an hinterzogenen Einfuhrabgaben könnten einer Firma in Oberfranken in strafrechtlicher Hinsicht angelastet werden. Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt mit dem Zollfahndungsamt München (Dienstsitz Nürnberg) gegen die Firmenverantwortlichen wegen Verdachts der Steuerhehlerei. Die Firma soll laut Mitteilung des Zolls falsch deklarierte Solarmodule aus China angekauft haben. Am 29. Oktober durchsuchten rund 70 Einsatzkräfte des Zolls gemeinsam mit der Steuerfahndung Nürnberg den Firmensitz und die privaten Wohnungen der Vorstände.

Im Verlauf anderer Ermittlungen stellten die Fahnder fest, dass der Importeur und Lieferant der aus China stammenden Solarmodule bei der Zollabfertigung die tatsächliche Herkunft absichtlich verschleierte, um somit die seinerzeit fällig werdenden Antidumping- und Ausgleichszölle für Solarmodule aus China zu sparen. Von März 2015 bis August 2016 soll die oberfränkische Firma in knapp 60 Fällen die bei der Zollabfertigung zuvor falsch deklarierten Modul aus Indien, Taiwan, Malaysia und Vietnam erworben haben.

Noch am Tag der Durchsuchung sicherten die Ermittler von Zoll und Staatsanwaltschaft sechs Millionen Euro Firmenvermögen. Die Auswertung der sichergestellten Firmenunterlagen dauert an.

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