Die Tochter des Hofbesitzers in Wohlfest, ein in Richtung Schwarzenfeld liegender, kleinen Ortsteil von Fensterbach, bekam gestern gegen 13 Uhr einen Riesenschreck, als sie die Flammen bemerkte, die außen am Rinderstall des Bauernhofs hochzüngelten. "Ich bin erst hingelaufen, um das Feuer selbst zu löschen, aber dann habe ich doch lieber die Feuerwehr alarmiert", berichtete sie sichtlich mitgenommen.
Die Entscheidung, die Wehren einzuschalten, erwies sich als goldrichtig. Denn wenn der Stall in Flammen aufgegangen wäre, wäre das einem Inferno gleich gekommen. So aber wurden die Rinder nicht in Mitleidenschaft gezogen - und auch kein Mensch, außer einem jungen Mann vom Hof, den der starke Wind die Stalltür gegen das Gesicht schleuderte, so dass seine Nase verletzt wurde.
Glut in der Metalltonne
Die Polizei verfolgte die Ursache für den Brand bis zu einer Metalltonne, die rund 20 Meter vom späteren Brandherd entfernt stand. In dieser Tonne war wohl etwas verbrannt worden, vielleicht schon am Sonntag. Da diese Tonne über zwei Öffnungen verfügt, konnte Montagmittag der aufkommenden Sturm die Restglut in der Tonne noch einmal richtig entzünden.
Es flogen Funken, quer über den Platz neben dem Stall. Sie entzündeten einige Siloabdeckungen, die in einem Metallkasten neben der Fassade des langgestreckten Gebäudes abgelegt waren. So begann es zu brennen, wobei die Flammen die Wände verrusten, ein Fenster sprengten und die Dachbedeckung an einer Stelle unweit des Stalleingangs in Mitleidenschaft zogen.
85 Feuerwehrleute
Zum Glück für die Tiere besitzt der Stall eine Trenndecke unterhalb des Dachstuhls, so dass die Flammen nicht in das Innere des Stalls übergreifen konnten.
85 Feuerwehrleute von Wehren der ganzen Umgebung fanden sich auf dem Bauernhof ein, wo der Brand unter der Einsatzleitung von Gerhard Lippert von der Feuerwehr Dürnsricht vergleichsweise schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden konnte. Auch Kreisbrandrat Robert Heinfling war vor Ort.
Die Polizei sprach schließlich von einer Schadenshöhe von vermutlich um die 20 000 Euro. Am Ende trugen zwei Feuerwehrmänner noch das Dach an der beschädigten Stelle ab, um sicher zu gehen, dass sich dort kein Glutnest mehr verbarg. Den Rindern im Stall war der Trubel offensichtlich egal.










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