20.08.2020 - 09:13 Uhr
FensterbachOberpfalz

Containerplätze für Krippen-Kinder

Die Gemeinde Fensterbach muss mit einer Entwicklung Schritt halten, die sich so nicht absehen ließ. Genauer: Die Zahl der Kinder, die in die Krippe gegeben werden, steigt. Das führt nun in eine Richtung, die zu baulichem Handeln zwingt.

An die Westseite des Kindergartengebäudes kommen demnächst sechs Container, um mehr Platz für die Krippenkinder zu erhalten. Bürgermeister Christian Ziegler (Zweiter von links) zeigte den Gemeinderäten, dass der Unterbau bereits geschaffen ist und verwies darauf, dass es sich um eine momentane Notlösung handelt.
von Autor HOUProfil

In Högling steht der gemeindeeigene Kindergarten. Dort ist, gewissermaßen in einer eigenen Abteilung, auch eine Krippe für den ganz kleinen Nachwuchs untergebracht. Für das im September beginnende neue Krippenjahr gibt es bisher 18 Anmeldungen.

"Doch es könnten auch über 20 werden", informierte Bürgermeister Christian Ziegler die Mitglieder des Gemeinderates bei einer Ortsbesichtigung. Damit, so ließ Ziegler wissen, reiche der vorhandene Platz nicht mehr aus. Denn dafür gebe es Vorschriften.

Bereits im April stand der Kindergarten im Gemeinderat auf der Tagesordnung: Hier der Artikel

Fensterbach

Die Entwickung hatte sich schon vor einigen Monaten angedeutet. Von daher kam es zu Weichenstellungen. An die Westseite des Kindergartengebäudes sollen nun noch im August sechs Container kommen, die von der Gemeinde für zwei Jahre auf Mietbasis geordert wurden. Mit diesen Behelfsunterkünften, zu denen vom Haus her ein Zugang per Durchbruch geschaffen wird, ist dann der gesetzlich vorgegebene Raum für die gestiegene Anzahl von Krippenkindern vorhanden.

Baufhofbedienstete haben die Voraussetzungen zur Aufstellung der Container unterdessen geschaffen. Der Bürgermeister zeigte das Ergebnis dieser Bemühungen und führte vor Augen, dass es sich nur um eine vorübergehende Lösung handeln wird. Denn während der nächsten zwei Jahre muss ein fester Anbau entstehen, der für die Zukunft dafür sorgt, dass alle Krippenkinder (Ziegler: "Ihre Zahl wird wohl noch weiter steigen") einen Platz im Haus finden.

Zunächst Architekten finden

Für das Projekt ist Baugrund im nördlichen Bereich des Kindergartengebäudes vorhanden. Dort kann die Krippenerweiterung auf einem der Gemeinde gehörenden Areal stattfinden. Allerdings nach Regularien, die das Gesetz vorgibt: Zuschussanträge stellen, danach Ausschreibungen und Vergaben. Das werde laut Ziegler eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen und lasse einen Beginn im Jahr 2020 sicher nicht mehr zu. Wichtig sei es zunächst, einen Architekten zu finden.

Bei der Besichtigung betonte der Bürgermeister: "Mir war es wichtig, dass sich ganz besonders die heuer neu ins Amt gekommenen Gemeinderäte ein Bild verschaffen." Deshalb zählte auch ein Rundgang durch den gesamten Gebäudetrakt dazu.

Weitere Stationen

Zur Information der Räte dienten anschließend auch die weiteren Stationen. Sie ließen sich in dem zwischen Knölling und Dürnsricht stehenden Wasserwerk von Gerhard Lippert berichten, welche Arbeit tagtäglich notwendig ist, um die Bewohner der Gemeinden Fensterbach und Schmidgaden mit stets einwandfreiem Wasser zu versorgen. Der Wasserwart, dem Josef Dobler bei der Arbeit zur Seite steht, machte dazu umfangreiche Ausführungen und stellte die Anlage vor.

Außerdem wurde den Besuchern vor Augen geführt, dass im nächsten Jahr ein neuer Brunnen gebaut werden muss. Mit anwesend waren dabei auch Mitglieder des Wasserzweckverbands aus Schmidgaden.

Stopp bei der Kläranlage

Ein weiterer Stopp wurde an der südlich von Dürnsricht liegenden Kläranlage eingelegt. Dort machte der zum Gemeinderat gehörende Peter Neidl, der hauptberuflich zur Bauhofbelegschaft zählt und sich speziell um die Kläranlage kümmert, umfangreiche Ausführungen. Seine Erläuterungen beeindruckten und ließen deutlich werden, dass enormes Fachwissen nötig ist, um den Klärbetrieb zu gewährleisten.

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