Fensterbach
27.02.2019 - 16:07 Uhr

Etat mit "Luft" für Investitionen

Auf Kante genäht werden muss nichts. Der Haushalt 2019 lässt, dank noch immer sprudelnder Gewerbesteuern, Spielraum für eine Reihe von Investitionen.

Wenn Kämmerer Thomas Rambach meist sehr früh im Jahr seine Haushaltsplanungen vorstellt, geschieht das ausführlich. Der Finanzverwalter braucht dann eine Redezeit von anderthalb Stunden. Danach ist ein genereller Lagebericht zum Ist-Stand der Kommune geschaffen. Thomas Rambach beschrieb vor dem Plenum die Situation als sehr solide. Dabei vermittelte er Ansatzzahlen, die sich im Verlauf der kommenden Wochen durchaus noch leicht verändern können. Aber die endgültige Verabschiedung des Etats steht ja auch erst im April oder Mai auf der Tagesordnung.

Einige Investitionen

Der Gemeindekämmerer listete auf: 1,55 Millionen Euro an zu erwartender Gewerbesteuer und 3,6 Millionen, wenn man alle eingehenden Steuerbeträge addiert. Die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb stehen mit knapp über einer Million Euro im Plan. In der Gesamtrechnung kam Rambach auf 4,7 Millionen Euro an Einnahmen für den Verwaltungshaushalt.

Die diesjährige Haben-Seite bei den Gesamteinnahmen im Verwaltungs- und Vermögensetat bezifferte der Kämmerer auf 7,7 Millionen Euro. 300 000 Euro mehr als 2018. Auch die anstehenden Ausgaben schätzte Rambach. Die Personalkosten werden als Hauptaktivposten knapp 1,3 Millionen Euro ausmachen. Den sogenannten sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand schätzte er auf 916 000 Euro. Das alles sind für den Bürger irgendwie verwirrende Zahlen. Aber ein Posten war dann dazu angetan, Aufklärung zu schaffen. Denn die Summe der Gesamteinnahmen im Verwaltungs- und Vermögensetat nannte Thomas Rambach mit geschätzten 7,7 Millionen Euro.

Natürlich muss die Gemeinde davon vielerlei Ausgaben bestreiten. Doch die Finanzlage lässt es zu, auch 2019 an Investitionen für Fensterbach zu denken. Zum Beispiel an den Neubau eines Feuerwehrhauses in Högling, an ein Löschfahrzeug für die Feuerwehr Wolfring und an Tiefbaumaßnahmen wie etwa im Baugebiet Dürnsricht-Mitte.Für ein Kanalkataster im gesamten Gemeindebereich hat Rambach 140 000 Euro im Haushalt, 580 000 Euros stehen für den Kanal am Dürnsrichter Wehrweg im Etat. Hinzu kommen 210 000 Euro für die Breitbanderschließung in Freihöls. 100 000 Euro sollen in die Tilgung von Krediten fließen, die kontinuierlich abbezahlt werden. Diese Art von Schulden neigt sich irgendwann in den kommenden Jahren ihrem Ende zu. Damit sind dann Altlasten endgültig abgetragen. Neue Kreditaufnahmen stehen nicht zur Debatte.

Plenumshürde nehmen

"Eine sehr solide Basis", beschrieb Kämmerer Thomas Rambach die gegenwärtige Lage. Zumal die Gewerbesteuereinnahmen noch immer sprudeln. Der Gemeinderat nahm Kenntnis und wartet nun ab, ob es in den kommenden Wochen noch Veränderungen gibt. Erst dann soll der Haushalt 2019 die Plenumshürde nehmen.

 
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