Die strafrechtliche Aufarbeitung der Insolvenz der Ziegler-Group ist abgeschlossen. Bereits vor einigen Wochen habe die Staatsanwaltschaft in Weiden das letzte noch offene Strafverfahren gegen den früheren Geschäftsführer und Gesellschafter der Unternehmensgruppe, Stefan Ziegler, eingestellt. Dies bestätigte der Sprecher der Behörde, Staatsanwalt Matthias Bauer, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien.
Damit steht fest, dass sich keiner der Vorwürfe gegen die Verantwortlichen bestätigt hat. Bei den Staatsanwaltschaften in Weiden und Regensburg sind derzeit keine weiteren Verfahren anhängig, die mit dem Zusammenbruch der Ziegler-Group im November 2024 in Verbindung stehen.
Insolvenzverschleppung und Betrug
Das war in der Vergangenheit anders. Im März 2025 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Regensburg Ermittlungen aufgenommen hatte. Zum Teil liefen 32 Ermittlungsverfahren parallel gegen 13 verschiedene Führungskräfte der Unternehmensgruppe. Den Managern wurde vor allem Insolvenzverschleppung, aber auch Bankrottstraftaten und Betrug vorgeworfen. Bereits Ende 2025 hatte die damals ermittelnde Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen in Regensburg jedoch die meisten dieser Verfahren eingestellt.
Die Staatsanwaltschaft stellte die Verfahren ein, weil sie entweder keine Verfehlungen im Handeln der Ziegler-Verantwortlichen erkennen konnte oder weil die Verfehlungen so gering waren, dass eine weitere Strafverfolgung nicht angemessen gewesen wäre. Übrig blieben nur drei Verfahren, bei denen es um den Verdacht auf Warenbetrug ging. Dabei wurde vermutet, dass Waren bestellt worden seien, obwohl bereits klar gewesen sei, dass diese nicht bezahlt werden konnten. Die Ermittlungen wurden damals von Regensburg an die Staatsanwaltschaft Weiden übergeben.
Keine weiteren Ermittlungen
Diese hat nun auch die letzten drei noch laufenden Verfahren eingestellt. Auch hier habe sich keine Schuld ermitteln lassen, die eine weitere Strafverfolgung rechtfertigen würde. Weitere Ermittlungen gegen ehemalige Unternehmensverantwortliche sind derzeit nicht bekannt.
Die Ermittlungen wurden durch den Zusammenbruch des Holz- und Baukonzerns ausgelöst, der am 20. November 2024 mit der Insolvenz der Ziegler-Holding-GmbH begann. Danach mussten die Geschäftsführer bis April 2025 für 31 weitere Gesellschaften Insolvenzanträge stellen. Die Schulden der Gesellschaften summierten sich auf rund eine Milliarde Euro. Insolvenzverwalter Volker Böhm fand für den größten Teil der verschiedenen Ziegler-Geschäftsbetriebe neue Investoren. Einige operative Gesellschaften mussten jedoch abgewickelt werden. Von den einst mehr als 3500 Arbeitsplätzen gingen damals rund 700 verloren.

























Tja Geld regiert die Welt!!!
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