Fensterbach
30.04.2019 - 10:40 Uhr

Gemeinde Fensterbach kann investieren

Es ist die kürzeste Haushaltsdebatte seit Jahren. Sie dauert, nach zwei vorangegangenen Beratungen, nur zehn Minuten. Dann ist das Finanzpaket der Gemeinde Fensterbach mit einem Gesamtvolumen von 7,73 Millionen Euro verabschiedet.

Der Gemeinderat musste in seiner Sitzung nicht mehr lange diskutieren. Kämmerer Thomas Rambach hatte den Etat 2019 in zwei vorangegangenen Sitzungen dem Gremium vorgestellt und erläutert. Dabei war es eigentlich nur zu einem einzigen wesentlichen Meinungsunterschied gekommen. Die Frage lautete: Soll man vorhandene Finanzrücklagen zu einem wesentlichen Teil ausgeben, um anstehende Projekte zu finanzieren? Die Mehrheit des Plenums hatte dies bejaht.

In dritter Lesung wurde das von Rambach geschnürte Finanzpaket nun einstimmig verabschiedet. Es umfasst im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben eine Summe von 4 843 700 Euro und sieht im Vermögensetat den Betrag von 2 896 000 Euro vor. Unterm Strich also 7,73 Millionen Euro. 2018 lag diese Summe bei knapp 7,2 Millionen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt demnach heuer weiter und pendelt sich zum Jahresende bei 510 Euro ein. Im Haushalt 2019 müssen erneut keine Kredite aufgenommen werden. Die Gemeinde kann ihren Verpflichtungen auch ohne Darlehensaufnahmen auf dem Geldmarkt nachkommen. Begünstigt wird dies besonders durch eine vergleichsweise komfortable Situation bei den Gewerbesteuereinnahmen.

In der vom Gemeinderat verabschiedeten Haushaltssatzung ist die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe bei 300 Prozent festgelegt. Die Grundsteuer B (Grundstücke) beträgt 320 Prozent, die Gewerbesteuer liegt bei 315 Prozent.

Fensterbach kann mit dem verabschiedeten Haushalt 2019 eine Reihe von Investitionsmaßnahmen finanzieren. Nach außen hin sichtbar wird das bei den Feuerwehren. Die Wolfringer Wehr erhält ein neues Löschfahrzeug, das heuer im Herbst ausgeliefert werden soll. Bei der Höglinger Feuerwehr entsteht ein neues Gerätehaus. Dafür stehen heuer 350 000 Euro im Etat. 2020 folgen weitere 300 000 Euro. Die Mitglieder der Wehr, bei der Etatverabschiedung zahlreich anwesend, wollen durch Eigenleistungen zum Bau ihrer neuen Unterkunft beitragen.

Vieles von dem, was im Investitionsplan für 2019 steht, verschwindet unter der Erde. Zum Beispiel Tiefbaumaßnahmen in Dürnsricht mit einer Gesamtsumme von über einer Million Euro. Das Langzeitprojekt von Brückensanierungen im Bereich des Fensterbachs geht weiter. Allerdings erst mit 200 000 Euro, die in den Etat 2020 kommen sollen.

Die gemeindlichen Friedhöfe sind der Verwaltung und dem Plenum ein Anliegen. 50 000 Euro hat der Kämmerer im Haushalt 2019 für die Erweiterung einer Urnenwand in Dürnsricht und für die Schaffung sogenannter Stelengräber in Dürnsricht und Wolfring eingeplant.

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