10.08.2020 - 10:49 Uhr
FensterbachOberpfalz

Gemeinde setzt auf Photovoltaik

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause, hatte sich der Gemeinderat Fensterbach noch mit einigen Dingen zu beschäftigen: Unter anderem mit der Nutzung der Photovoltaik im größeren Stil.

Der Geschäftsführer der Firma Südwerk aus Burgkunstadt, Manuel Zeller-Bosse, stellte das Konzept der Freiflächen Photovoltaik vor.
von Richard AltmannProfil

Auch die letzte Sitzung des Gemeinderates Fensterbach vor der Sommerpause hat wieder in der Schulturnhalle in Dürnsricht stattgefunden. In Zukunft soll in Sachen Energiegewinnung unter anderem auf Photovoltaik gesetzt werden. Im Rahmen des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes, plant die Gemeinde Anlagen auf die Dächer der Kläranlage, Schule und Rathaus anbringen zu lassen. Hier war sich der Gemeinderat einig, dass das Projekt Kläranlage vorrangig behandelt werden solle, da hier die größte Fläche vorhanden sei.

Natur kann sich erholen

Manuel Zeller-Bosse von der Firma Südwerk aus Burgkunstadt stellte die Möglichkeit einer Photovoltaik-Anlage auf Freiflächen vor. "Mit unseren Anlagen ist die Elektrizitätsversorgung langfristig gesichert. Gleichzeitig kann sich der Boden unter den Modulen erholen und so nach Vertragsende sofort wieder genutzt werden.", führte Zeller-Bosse aus.

In der Wiese um und zwischen den Photovoltaik-Modulen würden sich schon nach kürzester Zeit vielfältige Pflanzengemeinschaften aus Gräsern, Kräutern und Blumen bilden. Vögel würden Solarparks gerne als sicheren Rast- und Nistplatz nutzen. Nach fünf Jahren Betriebszeit sei die Öko-Bilanz einer solchen Anlage positiv. Der Gemeinderat wolle sich zum Thema Freiflächen-Solarpark noch beraten.

Vom Ingenieurbüro Stadt und Raum UG Amberg waren Martina und Stephan Dietrich da, um die vorgezogene Aufstellung eines Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan für das Projekt „Ruhewald Wolfring“ vorzustellen. Ein Waldbesitzer aus Wolfring stellt seinen Wald als letzte Ruhestätte zur Verfügung. Der Gemeinderat billigte die vorgelegte Entwurfsplanung.

Der Gemeinderat genehmigte außerdem den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Freestyle-Mountainbike-Anlage“ in Dürnsricht. Außerdem erlaubte das Gremium die Errichtung eines Carports mit Gerätelagerraum in Wolfring und den Neubau einer Doppelgarage in Dürnsricht. Nicht einverstanden zeigte sich der Gemeinderat mit dem Antrag eines Vorbescheides aus Högling, bei dem ein Haus außerhalb einer Siedlung entstehen würde. Dadurch würde eine Splittersiedlung enstehen. Die letztliche Entscheidung liege aber bei der genehmigenden Behörde.

Haushaltsplanung verschoben

Wegen der Wahlen und Neukonstitution des Gemeinderates verschiebt sich die Verabschiedung des Haushaltes 2020. Die endgültige Festsetzung wird in der Sitzung nach der Sommerpause nachgeholt. Kämmerer Thomas Rambach schickte den Entwurf im Vorfeld an die Räte. Die meisten Projekte würden ohnehin schon laufen. Lediglich die Photovoltaik-Anlage auf der Kläranlage stehe noch aus und solle auf den Weg gebracht werden. Für die Finanzplanung im kommenden Jahr müsse man abwarten, was die Corona-Krise noch alles mit sich bringe, sagte Rambach.

Seit der Kommunalwahl gibt es sieben neue Gemeinderatsmitglieder

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