27.09.2020 - 09:07 Uhr
FensterbachOberpfalz

Solaranlagen: Gemeinde erarbeitet Konzept

"Interessenten geben sich die Klinke in die Hand", sagt der Fensterbacher Bürgermeister Christian Ziegler und meint Investoren, die Solaranlagen errichten wollen. Doch der Gemeinderat will nun erst ein Konzept dazu erarbeiten.

Eine Erweiterung des Solarparks auf einer Anhöhe nördlich von Wolfring ist vorläufig auf Eis gelegt. Dem Betreiber wurde in einer Gemeinderatssitzung geraten, "heimzugehen und Hausaufgaben zu machen".
von Autor HOUProfil

In der Gemeinde kursieren seit längerem Gerüchte darüber, wo großflächige Solaranlagen entstehen sollen. Zum Beispiel am östlichen Dorfrand von Freihöls, wo von unglaublichen 25 Hektar Fläche die Rede ist.

Das wurde zwar in der Gemeinderatssitzung nicht erörtert, wohl aber ist in Erinnerung, dass nicht weit entfernt von diesem in der Bevölkerung diskutierten Areal schon einmal ein Solarprojekt abgelehnt wurde. Damals mit dem Hinweis, ein solches Bauwerk passe nicht in diese Landschaft, die von vielen Spaziergängern zur Naherholung genutzt werde. Vornehmlich wegen der dort angrenzenden Weiher.

Erweiterung geplant

Von Gerüchten zur Realität: Auf dem Tisch lag ein konkreter Antrag des Unternehmens "Unien GmbH" mit Sitz in Mering, das auf einer Anhöhe nördlich von Wolfring bereits eine großflächige Photovoltaikanlage betreibt. Nun soll es dort eine Erweiterung geben, die Stefan Milzarek für die Firma "Unien" vorzustellen gedachte. Doch Milzarek kam nicht weit mit seinem Referat. Aus einer bereits vorliegenden Unterlage ergaben sich für mehrere Plenumsmitglieder Ungereimtheiten wie etwa die der zu überbauenden Fläche.

Solarpark mit 27000 Modulen bei Wolfring

Fensterbach

Nach etwa zehn Minuten brach Bürgermeister Christian Ziegler die Debatte ab und forderte Stefan Milzarek auf, er möge "heimkehren und Hausaufgaben machen". Schon zu diesem Zeitpunkt hatte sich Gemeinderat Franz Ziegelmeier in die Diskussion eingemischt und verlangt: "Wir sollten jetzt eine Bestandsaufnahme machen und ein Konzept entwickeln".

Das zu erarbeitende Papier müsse klare Antworten auf die Frage enthalten, ob man weitere Photovoltaikanlagen wolle und wenn ja, an welchen Standorten.Dieser Forderung schlossen sich mehrere andere Plenumsmitglieder an.

Gemeinde entscheidet

Auch Bürgermeister Ziegler hielt einen solchen Schritt für unumgänglich. Zuvor noch hatte er berichtet, dass sich Interessenten "im Rathaus die Klinke in die Hand geben". Von daher sei es gebotene Weichenstellung, "dass wir deutlich festlegen, was wir wollen." Denn die Genehmigungshoheit liege bei solchen Projekten ausschließlich in den Händen der Kommunen. Nur sie könnten darüber entscheiden, ob und wo es solche Anlagen gebe.

Das Unternehmen Godelmann will am Rand seines Werksgeländes bei Högling eine Gastankstelle für Lastfahrzeuge errichten. Die generelle Zustimmung der Gemeinde gibt es bereits. Nun musste über die Aufstellung des Vorhaben- und Erschließungsplans samt damit einhergehender öffentlicher Auslegung befunden werden.

Unternehmer Bernd Godelmann war dazu mit dem planenden Architekten Robert Fraas (Altdorf) erschienen. Fraas erläuterte noch einmal Details. Dabei wurde erneut deutlich, dass die Firma neben der Tankstelle auch Parkplätze für ihre Bediensteten auf dem Areal, das jenseits einer am Godelmann-Werksgelände vorbeiführenden Kreisstraße liegt, errichten möchte.

Straße untertunneln?

Dazu gab es aus den Reihen des Gemeinderats den Vorschlag, zur Sicherheit der Mitarbeiter womöglich eine Untertunnelung der Straße zu schaffen. Bernd Godelmann ließ erkennen: "Wenn Verkehrsexperten dies für notwendig halten, machen wir es". Die vom Plenum genehmigte öffentliche Auslegung der Pläne wird nun im Oktober stattfinden.

Zwei weitere Bauvorhaben bekamen die Zustimmung des Gemeinderats. Das Hotel Wolfringmühle will seine Parkplätze überdachen. Dazu gab es ebenso das notwendige Einvernehmen des Plenums wie für eine Erweiterung der Schreinerei Kemptner in Knölling.

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