22.01.2020 - 16:28 Uhr
FensterbachOberpfalz

Solarpark mit 27 000 Modulen

Das Projekt wächst seit dem Herbst letzten Jahres in fast schon gigantischer Größe. Zur Kenntnis nehmen den Solarpark jedoch nur Spaziergänger, die auf eine steile Anhöhe nördlich von Wolfring kommen.

Auf fünf Hektar Fläche ist in den vergangenen Monaten der Solarpark auf einer steilen Anhöhe nördlich von Wolfring entstanden. Die gigantisch anmutende Anlage besteht aus 27 000 einzelnen Modulen, die ab Februar jährlich 9,5 Millionen Kilowattstunden Strom in das Netz der Bayernwerk AG einspeisen.
von Autor HOUProfil

Dort ist auf fünf Hektar Grund ein Solarpark mit 27 000 Modulen entstanden. Einen Flächennutzungsplan für das dem Grafen Carl zu Eltz gehörende Gelände am nördlichen Ortsrand von Wolfring gab es seit 2010. Irgendwann folgte ein Bebauungsplan, in dem die Betreiberfirma "Unien Engeneering GmbH" mit Sitz im oberbayerischen Weil ihr Vorhaben darlegte. Der Plan wurde später sowohl vom Landratsamt Schwandorf als auch vom Bauausschuss der Gemeinde Fensterbach genehmigt. Es handelte sich laut Bürgermeister Christian Ziegler um ein sogenanntes Freistellungsverfahren.

"Eine ganz normale Sache", wie Ziegler jetzt sagt. Allerdings mit der unterdessen gewonnenen Erkenntnis: "Man hätte den Solarpark sicher einmal der Öffentlichkeit näher vorstellen und erläutern müssen". So kam es dann, dass Fragen laut wurden. Primär von Leuten, die auf der steilen Anhöhe zu Fuß des Weges kamen und erstaunt sahen, was im Verlauf mehrerer Monate dort entstanden war.

Zu dem Solarpark gibt es jetzt eine Pressemitteilung des Betreibers "Unien Engeneering GmbH". Darin heißt es: "Anfang Februar wird es Sonnenstrom für bis zu 2600 Hauhalte aus der Anlage geben". Das bedeute eine Einsparung von jährlich gut 5200 Tonnen an klimaschädlichem Co2. 9,5 Millionen Kilowattstunden regenerativ erzeugten Stroms sollen pro Jahr ins Netz eingespeist werden.

Der Solarpark ist unterdessen weitgehend fertiggestellt. Wie der in Oberbayern ansässige Betreiber, der den im gräflichen Besitz stehenden Grund gepachtet hat, weiter wissen lässt, seien die 27 024 einzelnen Module wie Giebeldächer konstruiert und errichtet. Die Module mit jeweils 350 Watt Leistung könnten, so "Unien Engeenering", durch innovative Ausrichtung nach Osten und Westen die Energie über den Tag hinweg verteilt abgeben. "Nicht nur überwiegend zur Mittagszeit, wie dies bei herkömmlichen und nach Süden hin ausgerichteten Anlagen der Fall ist."

Die Bauweise der riesigen Solaranlage führt nach Darlegungen von "Unien Engeneering" zu einer Reihe von Vorteilen gegenüber üblicher Errichtungsformen. In der Mitteilung wird aufgezählt: "Der Flächenverbrauch ist um etwa 35 Prozent geringer, da die Module dicht gedrängt aneinanderstehen und keine ungenutzten Reihen verbleiben". Außerdem würden Netze entlastet, da ein Teil der Energie auf die Morgen- und Abendstunden verlagert werde. Parallel dazu gebe es gemeinsame Überlegungen mit dem Grundstückseigner, wie man die Flächen unter den Modulen künftig agrarmäßig nutzen könne.

Für die Einspeisung der erzeugten Energie musste eine Leitungstrasse von nahezu zweieinhalb Kilometern Länge durch großteils felsigen Untergrund bis zur Ortschaft Hartenricht (Gemeinde Schmidgaden) gefräst werden. Nahe Hartenricht könne, so "Unien Engeneering", der Strom nun an den Netzbetreiber Bayernwerk AG übergeben werden. Das werde ab Anfang Februar der Fall sein.

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