Es musste nicht mehr lange diskutiert werden.Kämmerer Thomas Rambach hatte den Etat 2019 in zwei vorangegangenen Sitzungen des Gemeinerates vorgestellt und erläutert. Dabei war es eigentlich nur zu einem einzigen wesentlichen Meinungsunterschied im Gremium gekommen. Die Frage lautete: Sollte man vorhandene Finanzrücklagen zu einem wesentlichen Teil ausgeben, um anstehende Projekte zu finanzieren? Die Mehrheit des Plenums hatte dies bejaht.
In dritter Lesung wurde das von Kämmerer Rambach geschnürte Finanzpaket nun einstimmig verabschiedet. Es umfasst im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben eine Summe von 4 843 700 Euro und beinhaltet im Vermögensetat den Betrag von 2 896 000 Euro. Unter dem finalen Strich also 7,73 Millionen Euro. 2018 lag diese Summe im Vergleich bei knapp7,2 Millionen.
Sehr bemerkenswert ist: Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt heuer weiter und pendelt sich zum Jahresende bei 510 Euro ein. Im Haushalt 2019 müssen erneut keine Kredite aufgenommen werden. Die Gemeinde kann ihren Verpflichtungen auch ohne Darlehensaufnahmen auf dem Geldmarkt nachkommen. Begünstigt wird dies besonders durch eine vergleichsweise komfortable Situation bei den Gewerbesteuereinnahmen. In der vom Gemeinderat verabschiedeten Haushaltssatzung ist die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftiche Betriebe bei 300 v. H.festgelegt. Sie beträgt für die Grundsteuer B (Grundstücke) 320 v. H.und liegt bei der Gewerbesteuer bei 315 v. H.
Fensterbach kann mit dem verabschiedeten Haushalt 2019 eine Reihe von Investitionsmaßnahmen finanzieren. Nach außen hin sichtbar wird das bei den Feuerwehren. Die Feuerwehr Wolfring erhält ein neues Löschfahrzeug, das heuer im Herbst ausgeliefert werden soll. Bei der Höglinger Feuerwehr entsteht ein neues Gerätehaus. Dafür sind heuer 350 000 Euro im Etat. 2020 folgen weitere 300 000 Euro. Die Mitglieder der Wehr, bei der Etatverabschiedung zahlreich anwesend, wollen durch Eigenleistungen zum Bau ihrer neuen Unterkunft beitragen.
Vieles von dem, was im Investitionsplan für 2019 steht, verschwindet unter der Erde und ist für den Bürger nicht sichtbar. Zum Beispiel Tiefbaumaßnahmen in Dürnsricht mit einer Gesamtsumme von über einer Million Euro. Das Langzeitprojekt von Brückensanierungen im Bereich des Fensterbachs geht weiter. Allerdings erst mit 200 000 Euro, die in den Etat 2020 kommen sollen. Die Friedhöfe sind der Verwaltung und dem Plenum ein Anliegen. 50 000 Euro hat der Kämmerer im Haushalt 2019 für die Erweiterung einer Urnenwand in Dürnsricht und für die Schaffung sogenannter Stelengräber in Dürnsricht und Wolfring eingeplant.
Zahlen aus dem Haushalt
Verwaltungshaushalt
Wichtigste Einnahmen: Einkommenssteuerbeteiligung (1 400 000 Euro), Schlüsselzuweisung (62 000 Euro), Gewerbesteuer (1 650 000 Euro), Gebührenaufkommen (250 000 Euro), Grundsteuer A (28 000 Euro), Grundsteuer B (219 000 Euro), Finanzausgleich Land (43 000 Euro).
Wichtigste Ausgaben: Kreisumlage (1 159 000 Euro), Personalausgaben (1 322 000 Euro), Sächlicher Verwaltungs- und Betriebsaufwand samt Straßenunterhaltung (918 000 Euro), Allgemeine Zuweisungen und Zuschüsse (355 000 Euro), Kreditzinsen (25 000 Euro).
Vermögenshaushalt
Wichtigste Einnahmen: Zuführung vom Verwaltungshaushalt (669 000 Euro), Erschließungs- und Herstellungsbeiträge (125 000 Euro), Investitionszuweisungen von Bund und Land (115 000 Euro), Sonstige Einnahmen wie Grundstücksverkäufe (170 000 Euro).
Wichtigste Ausgaben:
Feuerwehr-Fahrzeug Wolfring (430 000 Euro), Feuerwehr-Gerätehaus Högling (350 000 Euro), Straße und Kanal Baugebiet Dürnsricht-Mitte (500 000 Euro), Schulstraße Dürnsricht (197 000 Euro), Kanalkataster (125 000 Euro), Regenwassetkanal Sportplatzstraße/Wehrweg in Dürnsricht (540 000 Euro), Breitband Freihöls (210 000 Euro), Bauhof Kommunaltraktor (110 000 Euro), Kredittilgung (101 000 Euro).













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