21.05.2019 - 14:15 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Auf dem 50. Breitengrad

Dorffest und Pfingstmarkt. Am Wochenende geht es in Fichtelberg gewaltig rund. Und auch die Entfernung des Ortes vom Äquator spielt eine Rolle.

von Gisela KuhbandnerProfil

Was haben Vancouver Island, Mainz, Prag und Krakau mit Fichtelberg gemeinsam? Keinesfalls die Einwohnerzahlen. Vielleicht Menschen, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Sicher ist aber, dass all diese Orte auf dem 50. Breitengrad liegen, der genau in der Gablonzer Straße, Ort des Pfingstmarktes, überquert wird. Eine Zahl, ein Wort - längst vielversprechendes Logo, das Fichtelberg interessanter, lebendiger und lebenswerter machen soll: Das jedenfalls hat sich die Ortsentwicklungs-Gruppe - ein offener Zusammenschluss Fichtelberger Bürger - vorgenommen, die sich regelmäßig im Rathaus trifft und vor Visionen sprüht.

"Natürlich wissen wir, dass die Märkte allerorten nicht mehr das sind, was sie einmal waren", sagt Manuela Hornung, Sprecherin der Gruppe. "Aber diese Traditionsveranstaltung darf nicht verschwinden. Deshalb möchten wir heuer Nägel mit Köpfen machen und mit einem durchdachten Konzept einen Neubeginn starten - gleich im Doppelpack, organisiert und gestaltet von der Gemeinde, der Ortsentwicklungs-Gruppe und zahlreichen örtlichen Vereinen.

"Den Pfingstmarkt und auch noch das ein paar Wochen später anstehende Bürgerfest zu stemmen, wäre kaum machbar gewesen", sagt Manuela Hornung. Schnell war deshalb aus dem Kreis der Vereine die Idee geboren, stattdessen den Markt mit einem "Dorffest" am Wochenende zu verbinden, um die aufwendigen Vorbereitungen zu optimieren.

So wird es am Samstag ab 17 Uhr ein gemütliches Beisammensein im Zelt vor dem Rathaus geben mit Livemusik und Barbetrieb, Essen und Trinken. Am Sonntag findet dann der "Pfingstmarkt am 50. Breitengrad" in der Gablonzer Straße statt - mit einem Infostand genau dort, wo diese Linie überschritten wird. Das bisherige Marktangebot wird erweitert mit zusätzlichen Attraktionen unter dem Motto "Regionales aus der Heimat". Heimische Anbieter werden Schönes, Nützliches und Leckeres präsentieren und dem Markt eine neue, bunte und vielfältige Note geben.

"Anbieter gibt es genug in der Region", sagt Marlis Nagel, Mitarbeiterin der Gemeinde. Sie freut sich, dass das Interesse bereits groß ist und sich schon viele gemeldet haben. Zusätzliche Attraktionen wie ein Markt-Café vor dem Rathaus, das traditionelle Gartenfest des MSC, das feine Angebot in den Gasthäusern, Geschäften und Cafés, Karussell, Hüpfburg und eine spannende Familien-Rallye sollen den Markt so anziehend machen, dass "die halbe Welt auf den Beinen sein wird", sind Manuela Hornung und Marlis Nagel, bei denen die Fäden zusammenlaufen, überzeugt.

Und sie hoffen auf gutes Wetter: "Mit ein bisschen mehr Sonne und weniger Kälte wären wir zufrieden."

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