28.07.2019 - 12:18 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Von A wie Auerwildbiotoppflege bis Z wie Zaunabbau

Schüler der Waldorfschule Gröbenzell sind im Einsatz am Forstbetrieb Fichtelberg.

Freiwilliger Einsatz für Wald und Natur: Bei einer Arbeitswoche des Bergwaldprojekts e.V. bauen Schüler der Waldorfschule Gröbenzell beim Forstbetrieb Fichtelberg einen entbehrlichen Kulturzaun ab.
von Externer BeitragProfil

Fast 30 Jugendliche der 8. Klasse Waldorfschule in Gröbenzell waren bei einer Arbeitswoche des Bergwaldprojekts im Fichtelgebirge im Einsatz. Dabei lernten sie die Reviere Goldkronach und Röhrenhof des Forstbetriebs Fichtelberg kennen. Ziel dieses Forstpraktikums war es, den Schülern die vielfältigen Funktionen des Ökosystems Wald durch verschiedene Arbeiten näher zu bringen.

Nach Anreise und der ersten Nacht im Zeltlager konnte die Gruppe bereits am frühen Montagmorgen voller Tatendrang in den Tag starten. Hubertus Schmidt und Anton Eichermüller, Revierleiter am Forstbetrieb Fichtelberg, sowie Jungförsterin Johanna Zintl, die die Projektwoche federführend für die Bayerischen Staatsforsten betreute, begrüßten die Schüler im Fichtelgebirgswald.

Jonathan Schüppel, Projektleiter des Bergwaldprojekts, leitete die Schüler für eine Bachfreistellung an. Kleine Fichtenbäumchen, die zu dicht am Gewässerrand wuchsen, sollten gefällt werden, damit zukünftig mehr Licht auf den Boden am Ufer fällt. Besonders viel Freude bereitete den Teilnehmern das händische Entrinden der zuvor gefällten Bäume entlang des Gewässers. "Da sieht man, was man geleistet hat", beschrieb eine Teilnehmerin. Im Zuge dieser Maßnahme konnte zugleich der Lebensraum der Auerhühner verbessert werden, indem auch im weiteren Umfeld zur Förderung der Beerkrautvegetation kleine Fichten entfernt wurden.

Im weiteren Verlauf der Woche legten die Freiwilligen einen kleinen Wandersteig entlang der "Wolga", eines Bachlaufs bei Föllmar, frei. Auch "typische" Forstarbeiten, wie der Abbau eines entbehrlichen Kulturzaunes oder der Schutz kleiner Douglasienpflanzen vor dem Wild, standen auf dem Plan. Als kleines Dankeschön des Forstbetriebs erwartete die Jugendlichen am Freitag eine Abschlussexkursion in den Wildpark Waldhaus Mehlmeisel.

Alles in allem zogen Schüler, Lehrer und Betreuer des Bergwaldprojekts eine sehr positive Bilanz. "Anstrengend, viele Mückenstiche, aber eine tolle Erfahrung", fasste eine Schülerin zusammen. Bei der Verabschiedung der Gruppe lobte Forstanwärterin Johanna Zintl die tolle Leistung des Teams: "Ihr habt reichlich Erfahrungen gesammelt, viel gelernt und erlebt in der vergangenen Woche. Und gleichzeitig konntet ihr viel Gutes bewirken für die Natur."

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