04.12.2018 - 15:14 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Charakter behalten

Hauptthemen der Bürgerversammlung in Fichtelberg sind die geplante Hotelerweiterung und die Rettungswache der Wasserwacht am Fichtelsee.

von Gisela KuhbandnerProfil

Die Bürgerinitiative „Natürlich Fichtelsee“ sorgt sich darum, dass der See seinen Charakter verlieren könnte.Verbunden mit dem Wunsch um ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Gesamtkonzept, machte die BI aber auch von vornherein klar, dass sie nicht gegen alle Investitionen sei.

Nun stellten Hotelier Bernd Deyerling und das BRK ihre Projekte vor - wobei sich wieder einmal das alte Sprichwort bestätigte, dass die Suppe nicht so heiß gegessen wird wie sie gekocht wurde und schließlich alle Beteiligten auf gutem Weg sind, einen Konsens zu finden.

Ein gewichtiges Wort mitzureden hatte Grünplaner Franz Moder vom Büro Opus. Ihm liegen die Einwände gegen die laufende Bebauungsplanänderung vor. Er bestätigte bereits, dass es den Hochzeitspavillion nicht mehr geben und Forderungen, den Baumbestand soweit wie möglich zu erhalten und Investitionen naturschonend umzusetzen, Rechnung getragen wird.

Die Bauten werden „gebündelt“ am „neuen See“ entstehen, dort, wo auch künftig die meisten Aktivitäten stattfinden werden , wie am neuangelegen Badebereich oder bei Veranstaltungen wie dem Naturraum Fichtelsee und vieles mehr. Der „alte Fichtelsee“ mit seinem Naturschutzgebiet im nördlichen Teil bleibt weitgehend in seinem bisherigen Charakter erhalten.

Auch die Zufahrt wird nicht verbreitet und das Verkehrsaufkommen nicht höher werden: Denn eine Schranke soll Autoverkehr und Parksituation regeln, wie Bernd Deyerling informierte. Er plant eine Hotelerweiterung mit 60 Betten samt einem Wellnesshaus als Flachbau (rechts der geplante Bau, links: das bestehende Hotel) mit Bezug auf den gesundheitlichen Bereich, vor allem für die Nachbehandlung von Hautkrankheiten, da hier Moorwasser sehr hilfreich sei. Der Bau wird möglichst landschaftsverträglich und zumindest größtenteils hinter Bäumen verborgen sein.

Schon fast Überredungskunst, natürlich unterlegt mit Fakten, kostete es dem BRK mit Kreisgeschäftsführer Peter Herzing und dem Leiter der Wasserwacht, Hans Joachim Seibel, mit dem Bau eines Rettungshauses zu überzeugen (die BI hatte vor allem die Größe und den Standort kritisiert). Der Bau werde jedenfalls nicht größer als benötigt, und es gebe, entgegen mancher Meinungen, kein „Ausbildungszentrum.“

Und im Jugendraum, so wünschen es sich die Verantwortlichen, könnte vielleicht auch heimischer Nachwuchs für die sinnreiche Aufgabe ausgebildet werden. Und vermieden würde natürlich auch, dass die an den Sommerwochenenden meist fünf Diensthabenden zweimal eine hohe Anzahl an Kilometern fahren müssen. Auch den Standort, der zudem vom Forst, wie stellvertretender Forstbetriebsleiter Martin Hertel bestätigte, vorgegeben ist, verteidigten die BRKler sehr anschaulich.

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