02.12.2019 - 12:15 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Es geht eine Tanne auf Reisen

Schweißtreibende Arbeit bei Eiseskälte: Der Forstbetrieb Fichtelberg spendet Christbaum für Weimar

Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg tragen den Christbaum für Weimar aus dem Wald. Der Baum ist eine Spende der Bayerischen Staatsforsten.
von Externer BeitragProfil

Eine Tanne aus dem Fichtelgebirge schmückt jetzt in der Weihnachtszeit die Stadt Weimar. Gespendet wurde der Christbaum von den Bayerischen Staatsforsten, den Porzellan-Anhänger am Baum stiftete die Firma Rosenthal und das Porzellanikum in Selb. Schüler der Luitpold-Schule in Selb gestalteten den Christbaum-Schmuck.

Gut 20 Jahre hat die Tanne gebraucht, um zu ihrer jetzigen Größe heranzuwachsen. Hier am Westhang des Schneeberg-Rückens sind die klimatischen Verhältnisse eher rau, ist der Boden eher karg. Deshalb hat sie sich gemeinsam mit benachbarten Bäumchen langsam, aber gleichmäßig entwickelt, hat Jahr für Jahr neue Zweige angesetzt und ist schließlich zu einer richtigen Vorzeigetanne geworden - genau richtig, um an einem prominenten Ort Werbung für das Fichtelgebirge zu machen.

„Der passt – den nehmen wir!“ Förster Bernhard Kraus vom Forstbetrieb Fichtelberg lässt die Säge ansetzen, nachdem die kleine Gruppe von Christbaumsuchern den Baum entdeckt und für gut befunden hat. Unterstützt wird Kraus von Udo Benker-Wienands, dem „Vater“ der Aktion, Christian Kreipe, dem ehem. Geschäftsführer des Naturparks sowie von den Auszubildenden des Forstbetriebs. Mit vereinten Kräften wird der Baum bis zum nächsten Forstweg gebracht, dort vorsichtig verpackt und auf ein bereitstehendes Fahrzeug verladen.

Alljährlich spenden die Bayerischen Staatsforsten gemeinsam mit der Firma Rosenthal und dem Porzellanikum in Selb einen Christbaum, geschmückt mit Porzellan-Anhängern, die von Kindern der Luitpold-Grundschule in Selb hergestellt werden. Der Christbaumschmuck wird nach Weihnachten verkauft, der Erlös kommt dem gemeinnützigen Verein „Leben und Lernen in Kenia e.V.“ zugute, der damit die Ausbildung von Kindern in dem ostafrikanischen Land unterstützt.

Die „gemeinnützigen Christbäume“ dieser Aktion standen schon an vielen prominenten Orten, wie z.B. im Bundestag in Berlin, beim Bundespräsidenten, im Landtag in München, im EU-Parlament in Straßburg, an der Schlosskirche in Wittenberg oder in der Deutschen Botschaft in Prag. In diesem Jahr steht die Tanne aus dem Fichtelgebirge ab jetzt in Weimar vor dem neu eröffneten Bauhausmuseum und verbreitet weihnachtliche Stimmung.

Bernhard Kraus (rechts) und Christian Kreipe (2.v.r) verpacken gemeinsam mit den Auszubildenden des Forstbetriebs Fichtelberg den Christbaum für seine Reise nach Weimar.
Bernhard Kraus (rechts) und Christian Kreipe (2.v.r) verpacken gemeinsam mit den Auszubildenden des Forstbetriebs Fichtelberg den Christbaum für seine Reise nach Weimar.
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