Und war fortan weiter im monatlichen Rhythmus krankgeschrieben, seit Anfang des Jahres war der Amtsarzt mit der Angelegenheit betraut, was sich aus dem Bayerischen Kommunalwahlbeamtengesetz ergibt. Dort ist kurz gefasst vorgeschrieben, dass ein Wahlbeamter von seinem Dienstherrn (in diesem Fall die Gemeinde Fichtelberg) nach einem halben Jahr Krankheit zum Amtsarzt geschickt werden kann, wenn Zweifel an der Dienstunfähigkeit bestehen beziehungsweise um zu prüfen, ob eine Ruhestandsversetzung wegen dauernder Dienstunfähigkeit im Raum steht.
Zu einer Untersuchung beim Amtsarzt in Bayreuth kam es indes nicht. Die Sache landete auf dem Schreibtisch des Leiters des Gesundheitsamtes im Landratsamt Bayreuth, Dr. Klaus von Stetten. "Dann wurde der Wohnsitz verlegt", sagt von Stetten. Ritter war zwischenzeitlich von Fichtelberg in die zweitnächste Gemeinde Brand im Landkreis Tirschenreuth gezogen.
Und unterzog sich im dortigen Landratsamt der entsprechenden Untersuchung, wie Ritter auch selbst bestätigt. Er absolvierte eine Kur und ist nach eigenen Worten formal seit dem 15. Juli wieder dienstfähig geschrieben. Sein erster Arbeitstag im Rathaus indes wird Montag, 16. September sein.
Die Diskrepanz erklärt sich mit aufgelaufenem Urlaub - "so weit er nicht schon verfallen ist", so Ritter. Nach entsprechender Beratung habe er sich entschlossen, den ausstehenden Urlaub im Block vor Dienstantritt zu nehmen, "es wäre kontraproduktiv, wenn ich ein paar Wochen wieder im Dienst bin, mich wieder eingearbeitet habe und dann wieder ein paar Wochen weg bin".
Für zweiten Bürgermeister Karl-Heinz Glaser - er wird in acht Wochen 74 Jahre alt - gehen dann aufreibende 15 Monate zu Ende, in denen er faktisch einen Vollzeitjob erledigte. Und sich viel Anerkennung bei der Bevölkerung erwarb.













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