15.03.2020 - 22:14 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Sebastian Voit gewinnt in Fichtelberg

29-Jähriger von der CSU will erst einmal alle kennenlernen - Herausforderer nicht anwesend

Sebastian Voit.
von Externer BeitragProfil

Von Sebastian Voit (CSU) fällt eine große Last ab. Als Geschäftsleiter Thomas Förster und stellvertretender Bürgermeister Karl Heinz Glaser das Ergebnis verkünden, steht er neben seiner Freundin und der Familie im Rathaus. Mit 657 Stimmen gewinnt der 29-Jährige die Bürgermeisterwahl. Sein Herausforderer Thomas Sadowski (2026) erhält 437 Stimmen.

Nur wenige Gratulanten sind am Sonntagabend ins Rathaus gekommen. Voit scheint den Tränen nahe zu sein. "Eine große Last fällt jetzt erstmal von mir ab", sagt er. Die vergangenen Wochen zwischen Arbeit und Wahlkampf seien kräftezehrend gewesen.

Nach seinem Amtsantritt will der neue Bürgermeister erst einmal alle Gemeindemitarbeiter kennenlernen. "Es war mein Wunsch, zu gewinnen. Ich bin überzeugter Fichtelberger und will jetzt 100 Prozent für die Gemeinde geben." Es gebe viele Baustellen, die angegangen werden müssen. Die Straßen und das geplante Funktionsgebäude für die Wintersportler zum Beispiel. Die große Wahlparty entfiel. Voit feierte nur im engen Kreis der Familie in der Blockhütte am Fichtelsee. Einfach werde er es nicht haben, sagt Glaser. Er habe einiges zu tun. In den vergangenen Jahren sei einiges schief gelaufen in der Gemeinde. Glaser ist froh, sich nun weitgehend zurückziehen zu können und alles abzugeben.

Auch wenn Thomas Sadowski nicht Fichtelbergs neuer Bürgermeister geworden ist, bezeichnet er das Ergebnis als eine "fette Nummer". Ein Teil der Bevölkerung sei wach geworden und werde Voit bei der Arbeit auf die Finger schauen. Für den Ort sei es allerdings ein schlechtes Ergebnis.

Er werde weiterhin daran arbeiten, dass die Gemeinde nach vorne kommt. "Ich werde auch weiter mit meiner Familie zum Urlaub machen nach Fichtelberg kommen und in Dortmund Werbung für die Region machen. Das ist keine Niederlage für mich. Ich wünsche Sebastian Voit für seine Amtszeit alles Gute", sagte er.

Sadowski konnte selbst nicht nach Fichtelberg kommen, weil er Kontakt zu jemandem hatte, dessen Frau positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die Gesundheit der Bürger gehe vor.

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