Bürgergespräch in Filchendorf: Bürgermeister mit Ecken und Kanten

Nicht mit Händeschütteln, sondern mit Leistung will Bürgermeister Wolfgang Haberberger die Bürger überzeugen ihm das Vertrauen für weitere sechs Jahre Amtszeit zu geben.

Die Dorferneuerung Filchendorf ist ein Vorzeigeprojekt. Dank vieler engagierter Filchendorfer und eines regen Bürgermeisters ist ein neues Ortszentrum mit geringem finanziellen Aufwand für die Gemeinde geschaffen worden. In der Planungsphase wurden die vielen Ideen mit Bürgermeister Wolfgang Haberberger (hintere Reihe, Mitte) gleich vor Ort diskutiert. Dieses Thema wird die Bürger auch weiterhin noch beschäftigen.
von Autor OWProfil

Sehr guten Zuspruch erntete Bürgermeisterkandidat Wolfgang Haberberger mit seiner Wählergemeinschaft CW-ML bei der Wahlveranstaltung in Filchendorf. In seiner Ansprache bekundete er, dass er sich die üblichen Wahlversprechen schenken werde, er wolle lieber mit Fakten punkten. Und da hatte er viel zu präsentieren. Anhand von Bildern zeigte er auf, was unter seiner Bürgermeisterschaft mit Hilfe der Kollegen vom Stadtrat zum Positiven gestaltet wurde. Dabei wurde aufgezeigt, dass die Ziele: Erhalt und Förderung des Kindergartens, Ausbau des Wegenetzes, Verbesserung und Modernisierung der Infrastruktur, Verbesserung der Außenwirkung der Kommune schon durch viele Projekte in der Vergangenheit angegangen beziehungsweise erreicht werden konnten. „Man kann an den vielen abgearbeiteten Projekten der letzten zwölf Jahre die Ziele unserer und eigentlich auch aller Listen ableiten, und dass es so weitergehen wird, ja weitergehen muss,“ erklärte der Bürgermeister.

Die Dorferneuerung in Filchendorf ist ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Stadtrat und Bürgermeister. In vielen Versammlungen mit den Dorfbewohnern wurde durch Zuhören, Erarbeiten von Vorschlägen bei den meisten Bürgern Transparenz und Motivation erzeugt. Nicht jeder Bürger lässt sich aber mitnehmen, auch damit muss man leben können. Haberberger hatte vorher viele Hürden beiseite geräumt, die Planer oder Behörden entdeckten. Die Filchendorfer haben danach unter Führung des Dorfgemeinschaftsvorstands in vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden ein neues Dorfzentrum geschaffen. Für diese werden sie heute von vielen beneidet. Manchmal legte das Stadtoberhaupt auch selbst mit Hand an, denn das ist nach einem stressreichen Bürgermeistertag eine willkommene Abwechslung, erklärte er lächelnd.

Stress muss so ein ehrenamtlicher Bürgermeister schon ertragen können, verriet Haberberger. Neben seinem Beruf als Berufschullehrer nehmen die anstehenden Projekte sehr viel Zeit in Anspruch. Ortstermine in der Planungsphase oder Besprechungen mit Ingenieurbüros sind sehr zeitaufwendig. Beim Bau gibt es mindestens wöchentlich eine Besprechung. Oft muss er täglich nach dem Rechten sehen. Mehrfache Besuche bei Behörden sind erforderlich, um eine Maßnahme richtig zu steuern. Die Aussage von manchen Gruppierungen, ihre Abgeordneten hätten da so einiges bewirkt, berichtigte Haberberger. Die Behörden, mit denen er zu tun hatte, haben sich immer korrekt verhalten und die optimalen staatlichen Förderungen hatte die Kulmstadt immer auch ohne Parteibuch und ohne „gute Kontakte“ erhalten.

Haberberger unterstrich auch, dass die frühere Listenverbindung der CW-ML mit der CSU-ÜW nicht mehr existiert. Jede Liste stellt seinen eigenen Bürgermeisterkandidaten und hat sein eigenes Profil, trotz der Tatsache, dass viele Ziele aller vier Listen deckungsgleich sind.

Auch die Kandidaten der CW-ML hoffen auf Stimmen der Filchendorfer. Die Mitglieder waren fast alle gekommen und stellen sich unter Moderation ihres Listenführers vorstellen.

In der anschließenden Diskussion wurde vor allem das Thema Bauplätze angesprochen. Das neue Baugebiet "Kulmblick" wird hervorragend angenommen und schon in kurzer Zeit wird wieder Bedarf bestehen. Allerdings hat der Gesetzgeber die Hürden dafür immer höher gesetzt, erklärte Haberberger. Eigentlich braucht man schon derzeit ein Baugebiet in Neustadt und in Filchendorf, das wird aber sicher nicht genehmigt, so lange noch genügend Bauplätze vorhanden sind.

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