Die Synagoge, der Friedhof und Einkerbungen von Glaubensbekenntnissen an Häusern im Markt Floß sind steinerne Zeugen. Steinerne Zeugen einer ehemaligen jüdischen Landgemeinde, die sich über 260 Jahre erstreckt: Angefangen bei einem judenfreundlichen Pfalzgrafen, entwickelt über das sogenannte Judenedikt und beendet vom Nazi-Regime. In Hochzeiten umfasste die jüdische Gemeinde in Floß rund 450 Mitglieder und bildete damit etwa ein Viertel der Marktgemeinde. Diese jüdische Gemeinde spielte damals eine bedeutende Rolle in der Region – etwa für die Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Weiden einige Jahre später. Heute droht diese Geschichte zu verblassen. Unter anderem Bürgermeister a. D. Fred Lehner hält die Geschichte der steinernen Zeugen noch am Leben – davon wiederum erzählt dieser Film von Tim Wehinger vom Oberpfalz TV.
Auch die Herausgeberin ihrer Dissertationsarbeit „Die Judengemeinde in Floß 1684 – 1942“, Historikerin Dr. Renate Höpfinger, München, und Werner Friedmann, Jüdische Gemeinde Weiden, bereichern mit ihren Beiträgen den Film.
Der Beitrag von Redakteur Tim Wehinger, er wurde vor kurzem im Rahmen der Beiträge zum jüdischen Leben in Deutschland und Bayern mit einem Preis von 1000 Euro durch Antisemitismusbeauftragten in Bayern, Dr. Ludwig Spaenle, München, ausgezeichnet, wird am Mittwoch, 4. Mai, um 19.30 Uhr in OTV Amberg ausgestrahlt.













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