Floß
12.05.2026 - 17:17 Uhr

Baugenossenschaft Eigenheim bleibt größter Vermieter in der Region

Die Baugenossenschaft „Eigenheim“ feiert 126 Jahre Engagement für bezahlbares Wohnen. Mit einem Mietpreis von 4,20 Euro pro Quadratmeter bleibt sie der preisgünstigste Vermieter.

Nach den Ergänzungswahlen setzt sich die Geschäftsführung aus Vorstand und Aufsichtsrat wie folgt zusammen: Sitzend von links: Walter Wirth, Marika Mauerer und Siegfried Schell (Vorstand). Stehend von links: Jochen Zuber, Peter Girke, Thomas Stetter (Aufsichtsrat) und Berater Fred Lehner. Bild: Fred Lehner
Nach den Ergänzungswahlen setzt sich die Geschäftsführung aus Vorstand und Aufsichtsrat wie folgt zusammen: Sitzend von links: Walter Wirth, Marika Mauerer und Siegfried Schell (Vorstand). Stehend von links: Jochen Zuber, Peter Girke, Thomas Stetter (Aufsichtsrat) und Berater Fred Lehner.

Als vor 126 Jahren die Baugenossenschaft „Eigenheim“ aus der Wohnungsnot heraus gründet wurde, standen Zweck und Gegenstand eindeutig fest. Es galt, die Förderung der Wohnungsversorgung durch eine gute, sichere und soziale verantwortbare Unternehmerpolitik zu gewährleisten. Grundsätze, die von den Verantwortlichen im Vorstand und Aufsichtsrat bis zum heutigen Tag eingehalten wurden. Und nicht nur das; Die Genossenschaft ist heute mit ihren 40 Häusern und 130 Wohneinheiten bei einem Quadratmeterpreis von 4,20 Euro der größte Hauseigentümer und preisgünstigste Vermieter. Es ist das Bestreben der Geschäftsführung, sich weiter daran zu halten, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Nur so besteht die Sicherheit, das Geschaffene zu erhalten und preisgünstige Wohnungen vermieten zu können.

Mit diesen einleitenden Feststellungen eröffnete Vorstandsvorsitzende Marika Mauerer am Montag, 11. Mai, im Gasthaus „Weißes Rössl“ die ordentliche Mitgliederversammlung. Den Fokus ihrer Berichterstattung legte Mauerer durch Folien auf die Tatsache, dass im abgelaufenen Jahr die Erneuerung, Instandsetzung und Modernisierung von Altbauwohnungen Vorrang hatte. Das alles kostete viel Geld. Öffentliche Zuwendungen wurden beantragt. Im Detail wurden die Betriebs- und Verwaltungskosten erläutert.

Sparsam gearbeitet

Erfreulich ist, dass der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen in seinem Prüfungsbericht festhält, dass die Genossenschaft wirtschaftlich und sparsam arbeite. Nur so sei es möglich, den Mietpreis von derzeit durchschnittlich 4,20 Euro pro Quadratmeter Wohnraum halten zu können. Wenn sich auch dadurch die Ertragslage aus der Hausbewirtschaftung nicht verbessere, gebe es nichts zu beanstanden, hielt der Verband in seiner abschließenden Berichterstattung fest. Ausführlich erläuterte Marika Mauerer das Zahlenwerk des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2025.

Verbessert habe sich die Zahlungsamoral der Wohnungsmieter, selbst wenn es immer wieder Mietrückstände gebe. Auch das Verständnis unter der Mieterschaft gebe zu keinen Beschwerden Anlass. Zeichen der Zufriedenheit auch mit dem Vermieter. Damit könne weiter das aufgebaute Vertrauensverhältnis gestärkt werden. Auf den Jahresabschluss eingehend berichtete die Vorstandsvorsitzende, dass Aktiva und Passiva mit 6 416 944 Euro abschließen. Das Jahresminus von 29 042 Euro sei auf den erhöhten Instandhaltungsaufwand zurückzuführen. Er könne durch die Entnahme aus der Bauerneuerungsrücklage gedeckt werden. Damit war auch die Versammlung durch einstimmigen Beschluss einverstanden. Schließlich fanden Jahresbericht, Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Zustimmung der Mitglieder. Vorher hatte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Thomas Stedtter, zum Jahresbericht der Vorstandsvorsitzenden eingehend Stellung genommen. In fünf gemeinsamen Sitzungen wurden die anstehenden Probleme behandelt und beschlossen. Vertrauensvoll sei die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung, was Stetter besonders lobend herausstellte. Auch der vorgetragene Prüfungsbericht des Verbandes fand die Zustimmung der Mitglieder.

Engagiertes Handeln

Auf die Mitgliederbewegung eingehend war festzuhalten: Mitglieder am 31. Dezember 2024 waren es 188 mit 237 Anteilen. Zugänge gab es sieben mit 17 Anteilen, Abgänge durch Kündigung und Tod 9 mit 9 Anteilen, so dass sich nach dem Stand vom 31. Dezember 2025 186 Mitglieder mit 245 Anteilen ergeben. Nach den Satzungsbestimmungen scheidet Siegfried Schell aus dem Vorstand aus. Der Aufsichtsrat hatte in seiner letzten Sitzung das Vorstandsmitglied erneut für weitere drei Jahre berufen. Auch die Versammlung erteilte Zustimmung.

In seiner Stellungnahme zu den Berichten hielt Berater Fred Lehner fest, dass die Genossenschaft die kommenden Herausforderungen meistern kann. Vorstand und Aufsichtsrat legen ein engagiertes Handeln an den Tag. Durch Marika Mauerer werde das Unternehmen souverän geführt, stehe auf gesundem Boden, sei liquid und könne sich jederzeit den Aufgaben stellen. Auch der gesetzliche Prüfungsverband bescheinige eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Geschäftsführung. Es gebe nichts zu beanstanden. Das Unternehmen sei auch ein Gewinn für die Kommune.

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