19.04.2020 - 13:46 Uhr
FlossOberpfalz

Endlich Bagger an der Nikolauskirche

Manche haben kaum mehr daran geglaubt: Die Sanierungsarbeiten an der St.-Nikolaus-Kirche haben begonnen. Pfarrer und Kirchenverwaltung gaben grünes Licht für den Baubeginn.

Auf das Gerüst und die Baufahrzeuge auf dem Nikolausberg haben Kirchenverwaltung und Pfarrer lang gewartet.
von Fred LehnerProfil

Nach Vorlage der stiftungsaufsichtlichen Genehmigung und Zustimmung durch die Bischöfliche Finanzkammer in Regensburg konnten die Aufträge für den ersten Bauabschnitt vergeben werden.

Die Varantwortlichen haben darauf lange gewartet. Schon am 22. August 2012 hatte das Bischöfliche Baureferat die Stellungnahme zum Erstbesuch der Kirche Pfarrer Norbert Große vorgelegt. Im Februar 2013 präsentierte das Ingenieurbüro ALS Pläne und ein statisches Aufmaß. Die Kostenberechnung erfuhr Ergänzungen, und am 20. April 2017 beschloss unter Pfarrer Thomas Richthammer die Kirchenverwaltung einstimmig die Renovierung.

Bereits im Juni 2017 wurden der Finanzkammer die Zuschussanträge vorgelegt. Der Finanzierungsplan sieht 449 000 Euro Baukosten vor, davon 137 000 Euro Eigenbeteiligung und der Rest als Zuschüsse diverser Behörden.

Seit Herbst 2017 liegt nun die Verantwortung der Katholischen Kirchenstiftung in den Händen von Pfarrer Max Früchtl. Gerne spricht er über die Wallfahrtskirche auf dem Nikolausberg vom " altehrwürdigen Heiligtum ", das am 9. November 1723 benediziert wurde. Das Gotteshaus steht unter Denkmalschutz.

Im Februar 2019 hat sich die neue Kirchenverwaltung mit dem Bauprojekt eingehend befasst. Früchtl legte Wert darauf, dass es bald losgeht, da die Bauschäden immer sichtbarer und gravierender werden.

Dennoch: Der katholische Geistliche hatte es vorgezogen, erst dann die notwendigen Bauarbeiten in Auftrag zu geben, wenn die Zustimmung durch die Stiftungsaufsicht der Diözese in Regensburg endgültig vorliegt. Dies ist jetzt der Fall. Entscheidend war auch die Zusage der Förderung durch die Bischöfliche Finanzkammer. "Ich will keine Experimente, vielmehr auf Nummer sicher gehen, denn hier geht es um viel Geld ", begründet der Pfarrer, warum er bis vor wenigen Monaten kein Startzeichen für einen Baubeginn gab. Früchtl schätzt die anhaltend große Spendenbereitschaft der Gläubigen. "Ohne diese Gelder könnten wir die Finanzierung nicht sichern." So wurden 2018 genau 11 213 Euro und 2019 rund 17 000 Euro gespendet. Mit Freude hält Pfarrer Früchtl fest, dass die Diözese zum jährlichen Pauschalzuschuss zur Mitfinanzierung der laufenden Ausgaben und Personalkosten einen Sonderzuschuss in Höhe von 30 000 Euro aus Kirchensteuermitteln gewährte.

Erste Aufträge erhielten die Firmen Seitz aus Pilsach (Gerüst), Zimmerei Kraus aus Teunz ( Zimmererarbeiten und die Firma Reim und Kraus GmbH aus Schirmitz. Der Bauherr rechnet damit, dass die durch Corona-Pandemie aber Verzögerungen eintreten können.

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