Der Arbeitskreis Asyl in Floß legte sein Hauptaugenmerk auf die schulpflichtigen Kinder ukrainischer Flüchtlingsfamilien, die in Floß unter gekommen sind. Die Buben und Mädchen sollten so rasch als möglich in die Grund- und Mittelschule gehen können. Die Helfer forderten die Einführung einer Willkommensklasse in Floß. Ihr Appell an die Verantwortlichen: „Es muss unbedingt etwas für die Kinder getan werden. Den Schülern läuft sonst die Zeit davon.“ Eine der Grundvoraussetzungen dafür bot sich durch die Bereitschaft der in Floß seit acht Jahren wohnhaften Dolmetscherin Anahit Baloyan. Ihre Sprachkenntnisse will sie gern Kindern und Lehrern vermitteln.
Die Gespräche mit Schulrektor Herbert Kraus und beim Staatlichen Schulamt Neustadt-Weiden fielen auf fruchtbaren Boden. Vor wenigen Tagen wurde Anahit Bayolan beim Staatlichen Schulamt durch Schulamtsdirektorin Christine Söllner vereidigt. Damit konnte zum 1. Juni das Startsignal in der Flosser Schule gegeben werden. Es sind zehn Kinder der Jahrgangsklassen ein bis acht, die von der Leiterin der Willkommensklasse, Anahit Baloyan, jeweils am Vormittag von 8 bis 11.30 Uhr in einem eigens dafür ausgewiesenen Klassenraum des Erweiterungsbaues der Schule unterrichtet werden. Der Fokus wird zunächst ausschließlich auf den Deutschunterricht sowie auf das Eingewöhnen der Kinder in der Bildungsstätte gelegt.
Stolz über den Eifer aller Schüler, die mit Begeisterung bei der Sache sind, präsentierte Anahit Bayolan Rektor Kraus und der Sprecherin des Arbeitskreises Asyl, Eli Dreßler, eine der Schularbeiten ihrer Schüler. Es sind handgemalte Bilder, darunter auch das Flosser Marktwappen. Die Betreuerin ist sehr zuversichtlich, dass sich die Kinder schnell eingewöhnen und gerne in die Schule gehen. Sie erhalten jede mögliche Unterstützung durch die Schulleitung und den Arbeitskreis Asyl.













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