Im Katholischen Frauenbund war sie eine Institution: Berta Stich, geborene Retzer, aus Hardtheim. Die 84-Jährige starb am 1. April. Sie wurde am 21. November 1937 in Mühlhäusl, Kreis Tachau/Sudetenland, geboren, wuchs dort mit ihren drei Schwestern auf und musste 1946 das schwere Los der Vertreibung mitmachen. In Altenhammer angekommen, ging sie in der früheren Kleiderfabrik Georg Riebl OHG als Näherin in die Arbeit und schloss am 19. April 1958 mit dem Flosser Glasmacher Hans (Peter) Stich den Bund fürs Leben. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Günter (Bürgermeister a. D.) und Johann hervor. Ihre Sorge galt den Familien ihrer beiden Söhne, den Enkeln und Urenkeln. Im eigenen Haus und im Garten fühlte sie sich wohl. Solange es ihr möglich war, fuhr Berta Stich gerne mit dem Fahrrad zur Kirche und zum Einkaufen in den Markt. Ihre helfende, herzliche und gütige Art machten sie zu einer beliebten und geschätzten Bürgerin des Marktes. Auf Berta Stich war zu jeder Zeit Verlass, wenn sie im Katholischen Frauenbund gebraucht wurde. Sie war die älteste Trägerin der Vereinsstandarte.
Pfarrer Max Früchtl schilderte im Trauergottesdienst die Lebensstationen der Verstorbenen. Dabei würdigte er besonders das ehrenamtliche Engagement im Frauenbund. Die musikalische Gestaltung der Trauerfeier übernahmen Hans Fröhlich (Orgel) und Brigitte Beer (Sopran). Nach dem Gottesdienst fand die Wegsegnung an der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer statt.












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