Mit diesem Baukindergeld stockt der Markt die derzeit möglichen Zuschüsse für Bauherren mit Kindern so auf, dass eine vierköpfige Familie mit 44.000 Euro rechnen kann, wie der CSU-Sprecher Harald Gollwitzer vorrechnete. „Dafür bekommt man fast schon ein Grundstück.“
Hintergrund für dieses Bauherren-Geschenk ist den Worten Bürgermeister Günter Stichs zufolge die Konkurrenzsituation zu anderen Gemeinden. „Wir müssen den Wohnungsbau bei uns attraktiv machen.“ Das Flosser Baukindergeld, das vom 1. Januar 2019 an für jedes Kind bis zum 18. Lebensjahr gewährt wird, bekommt jedoch nicht nur, wer neu baut, sondern auch derjenige, der ein leerstehendes Gebäude kauft und bezieht bzw. als Eigentümer oder Erbe nach einer grundlegenden Sanierung in ein bis dahin leerstehendes Gebäude zieht. Als Leerstand gilt in dem Fall ein Gebäude, das mindestens ein Jahr nicht bewohnt wurde.
Mehr Werbung machen
Die Kulturwerkstatt Kalmreuth bekommt für 2019 wieder einen Zuschuss von 500 Euro. Markus Staschewski (SPD) regte an, die Kulturwerkstatt möge sich stärker im Markt präsentieren, zum Beispiel bei Veranstaltungen wie dem Bürgerfest. Dem Förderverein des Simultankirchenradweges sichert der Marktrat zu, den anteiligen Betrag der Gemeinde zu übernehmen, der sich aus einem Antrag des Vereins auf EU-Fördermittel ergibt. Die genaue Höhe der Co-Förderung, die der Landkreis, die Landkreisgemeinden und die Stadt Weiden mittragen, steht noch nicht fest, gerechnet wird für Floß mit einem Betrag zwischen 750 und 1000 Euro. Es geht um die Ausschilderung der Schleifen des Radweges einschließlich neuer Kirchen- und Routenführer und einer Erweiterung der Projektstelle um zwei Jahre.
50 statt wie bisher 20 Euro
Den Zuschuss für Vereine, die sich am Kinderferienprogramm beteiligen, hat der Markt von 20 auf 50 Euro erhöht. Darauf hatten sich die Fraktionen schon im Sommer verständigt; der Marktrat hat die Erhöhung nun bestätigt.
Für einen dreitägigen Ausflug der 6. Klasse der Mittelschule zur Burg Feuerstein gewährt der Markt einen Zuschuss von 15 Euro pro Schüler.
Im Bedarfsplan des Marktes für Städtebaufördermittel in den kommenden Jahren stehen unter anderem eine Machbarkeitsstudie für die „Alte Villa“, die Nutzungsideen für die Gebäude Marktplatz 6 und 8 und das Projekt „Barrierefreies Floß“. Der Markt könne sich mit einer freien Finanzspanne von 240.000 Euro und einer Rücklage von 1,1 Millionen Euro seine Pläne leisten, hieß es.
Der Naturerlebnisweg „Der Findling“ am Kreislehrgarten (die Oberpfalz-Medien berichteten) soll 2019 fertiggestellt sein. Laut Stich wird derzeit auf Hochtouren gearbeitet; ein Beispiel für die Infotafeln aus Bronze wurde in der Sitzung herumgereicht. Rita Rosner (CSU/FL) sprach von einem „Alleinstellungsmerkmal“ des Marktes, der FDP/UB-Sprecher Heinz Kett von einem „Vorzeigeprojekt“.
Die Jahresrechnung des evangelischen Kindergartens „Unterm Regenbogen“ hat der Marktrat nicht nur zur Kenntnis genommen, es wurde ausdrücklich das sparsame Wirtschaften gelobt, die zuletzt einen Betriebskostenüberschuss von nicht ganz 5000 Euro erwirtschaftet hat.
"Erfreuliche Entwicklung"
Zum Jahreswechsel sprach heuer zum ersten Mal nur der Bürgermeister. Die Fraktionen waren im Vorfeld der Jahresschlusssitzung überein gekommen, nicht mehrmals dasselbe sagen zu wollen. Um dies sichtbar zum Ausdruck zu bringen, wechselten die Fraktionssprecher Gollwitzer und Kett und für den ortsabwesenden SPD-Sprecher die Markträtin Eli Dreßler an die Seite des Bürgermeisters. Stich dankte umfassend, vor allem den vielen ehrenamtlich Tätigen im Flosser Amt. Erfreulich sei die Zahl der Geburten gewesen, bislang 29, ebenso die wirtschaftliche Entwicklung des Marktes, die in einem hohen Gewerbesteueraufkommen sichtbar werde, sagte Stich.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.