Dass das Gemeinschaftsjagdrevier der Flosser Jagdgenossenschaft bei den Jagdpächtern Hans und Thomas Max seit Jahrzehnten in besten Händen ist, wissen Jagdvorsteher, Vorstand und Jagdgenossen. Sie alle haben größtes Interesse, den Jagdgenossen Information über den Ablauf des letzten Jagdjahres zu geben und Rechenschaft abzulegen. Allerdings hindert die Corona-Pandemie die Genossenschaft, eine zum Abschluss des Jagdjahres im März fällige Mitgliederversammlung abhalten zu können. Dieses Problem haben auch alle weiteren sechs Jagdgenossenschaften im Flosser Amt.
Nun informiert der Flosser Jagdvorsteher Walter Pröls seine Jagdgenossen. Erfreulich sei, dass es während 2020 keine besonderen Vorkommnisse gab. Insoweit war es ein ruhiges Jagdjahr. Umfangreich war aber der Arbeitseinsatz. Den Jagdpächtern bescheinigte Pröls eine gewissenhafte Hege und Pflege des Gemeinschaftsjagdreviers. Jagdvorsteher und Jagdvorstand sind sich einig, die Jagdpacht der Rücklage meist für den Wegeunterhalt zuzuführen. Der Markt vermittelte der Genossenschaft über 175 Tonnen Frästeer als Wegebaumaterial für den Unterhalt der Wirtschaftswege. Instandsetzungen gab es vom Wagnershof in Richtung Pauschendorf mit rund 1.5 Kilometern, am „Mittleren Buch" und auf dem Wirtschaftsweg von der Gemeindeflur Pinzer in Richtung Haupertsreuth, wo über zwei Kilometer befestigt gesetzt wurden. Bedeutend war auch die Heckenpflege am Flosser Forstweg und am Pinzer mit einer Länge von drei Kilometern. Alle Arbeiten hatten die Anliegern übernommen. Damit konnte ein Teil der Jahrespacht gespart werden. Der Wegeunterhalt soll je nach Bedarf auch im laufenden Jagdjahr fortgesetzt werden. Bei Kassier Robert Weig ist die Jagdkasse in guten Händen. Er verwalte die Gelder äußerst sparsam, so dass die Genossenschaft für alle Fälle gerüstet ist und kommende Herausforderungen bestehen könne.
Die Pächter Hans und Thomas Max informierten, dass die Corona-Pandemie sich zwangsläufig auch auf den Absatz von Rehwild auswirke. Dieser sei spürbar rückläufig. Deshalb konnte der Abschussplan nicht eingehalten werden. Von 15 im Abschussplan freigegebenen Rehen wurden 14 erlegt. Dazu kamen fünf Füchse, zwei Graureiher und sechs Wildenten. Wildschäden, meist durch Wildschweine, erstreckten sich größtenteils auf Wiesengrundstücke. Die Schadenregulierung wickelte sich einvernehmlich zwischen Jagdgenossen und Jagdpächter ab. Jagdvorsteher Pröls ist zuversichtlich, dass es im Mai oder Juni möglich sein werde, eine Mitgliederversammlung abhalten zu können.


















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