04.03.2020 - 13:50 Uhr
FlossOberpfalz

Flosser SPD will keinen Abriss der Mehrzweckhalle

Die Zukunft der Flosser Mehrzweckhalle und des Sportbetriebsgebäudes beschäftigt die Besucher einer SPD-Veranstaltung.Vehement sprachen sich die Zuhörer gegen den Abriss aus. Bürgermeisterkandidat Robert Lindner stößt ins gleiche Horn.

SPD-Bürgermeisterkandidat Robert Lindner skizziert seine und die Vorstellungen der Flosser Sozialdemokraten für Floß. In der Bürgerdiskussion erhält er immer wieder Applaus für seine Meinungsäußerungen
von Autor MEFProfil

Die Plätze im Marktcafe des „Goldenen Löwen“ reichten nicht aus, um allen Interessenten am SPD-Wahlprogramm Platz zu bieten. Dies freute Bürgermeisterkandidat Robert Linder und dessen Kommunalwahlteam. Nicht nur Informationen sollte es für die Besucher geben, Fragen und Bürgerdiskussion waren laut SPD-Vorsitzende Eli Dreßler ausdrücklich erwünscht. Davon machten die zahlreichen Besucher regen Gebrauch gemacht und insbesondere die Zukunft des Kommunalen Sportzentrums und der Mehrzweckhalle brannte den Besuchern ganz besonders auf den Nägeln.

„Es seien andere kommunale Themen wie vor 20 Jahren aktuell“, hielt Dreßler fest. Die älterwerdende Gesellschaft, Leerstände oder auch die Wünsche der jüngeren Bürger beschäftige die SPD-Fraktion. „Dies benötigt einen Bürgermeister, der bereit ist, auch Lösungen in der Gemeinsamkeit zu finden, und Robert Lindner ist da der Richtige“, erklärte die SPD-Vorsitzende unter Applaus. Ihm gehe es nicht um die eigene Person, sondern auch um die Arbeit im Team, warb Dreßler für Lindner. Dessen beruflicher Werdegang, seine Kompetenz und sein Engagement prädestinieren ihn als Bürgermeister.

Mit bodenständigen Zielen und offen für Zusammenarbeit beschrieb Lindner seine Pläne für die Zukunft des Marktes. Nachhaltigkeit und ökologische Notwendigkeiten müssten zukünftig auch in der Kommune einen großen Stellenwert haben. Dazu komme auch notwendige Sparsamkeit. Wie in einer guten Haushaltsführung einer Familie könne auch eine Kommune ihren Finanzrahmen nicht überziehen. Die Bürgermeinungen in der SPD-Bodenzeitung hätten dies deutlich zum Ausdruck gebracht.

So machte Lindner einen Streifzug durch die kommunalen Schwerpunkte der SPD und begann mit dem möglichen Erhalt und der Sanierung der Mehrzweckhalle und des Sportbetriebsgebäudes. Bezahlbarer Wohnraum, die Wasserversorgung mit kommunalem Anteil und die Schulsanierung müssten sichergestellt werden. Den „Mehrgenerationen-Projekten“ soll ebenfalls Raum gegeben werden und auch dem weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien. Floß brauche auch gewisse zukünftige Gewerbeflächen und einen neuen und digitalen Flächennutzungsplan. Auch dem Hochwasserschutz müsse Rechnung getragen werden, und der Markt sich als „kulturelle Hochburg“ weiter Ziele setzen. Die Städtepartnerschaft mit dem tschechischen Tlucna biete hier Möglichkeiten.

Zum Abschluss unterstrich Lindner nochmals die Bedeutung vom ökologischen Handeln in den Kommunen. Es gelte, gemeinsam abzuwägen und den richtigen Weg einzuschlagen. Dies bedeute „keine Versprechungen von Unmöglichen“ und eine solide Finanzpolitik für Maßnahmen, die auch finanzierbar seien. „Staatliche Stellen sind für alle Kommunen da. Und nicht nur für Menschen mit heißen Drähten“, richtete Lindner einen Seitenhieb auf politische Mitbewerber ums Bürgermeisteramt. Pflichtaufgaben der Gemeinde seien nicht immer sexy, deshalb wollten das SPD-Team und Lindner als Bürgermeister mit Herz und Verstand die zukünftigen Entscheidungen angehen. Die Kür folge dann, wenn dies auch möglich sei. Und Ansprechpartner sei hier die Regierung der Oberpfalz und nicht nur politische Mandatsträger.

Das Wahlkampfthema Mehrzweckhalle und Sportzentrum griffen auch die Zuhörer auf. Ein Abriss und womöglich einen Neubau im Marktzentrum lehnten sie vehement ab. Dies sei weder sinnvoll noch nützlich. Es werde auch Möglichkeiten geben, die notwendigen Schritte zum Erhalt und auch einer entsprechenden Sanierung zu schultern. „Wenn alle Gebäude nach 40 Jahren abgerissen werden sollen, wäre der halbe Ort weg“ meinte der frühere Marktrat Gerhard Stadler unter Applaus. Es gelte, Geschaffenes auch zu erhalten, sagte Lindner. Nur Neubauten zu fördern, sei nicht immer der richtige Weg.

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